Am Donnerstag, den 22. Januar, wurden Identitätsdokumente im Rancho Los Gavilanes, südlich von Mazatlán, Sinaloa, gefunden. Sie gehören Personen aus verschiedenen mexikanischen Bundesstaaten und umfassen aktuelle Ausweise sowie einen von einer Frau, die 2022 starb. Die Entdeckung wirft Fragen nach möglichen Überfällen und Missbrauch von Identifikationen auf.
Die Entdeckung geschah im Rancho Los Gavilanes, der entlang des Mazatlán Bypass liegt, nahe dem Flughafen und dem Gefängnis in der Hafenstadt Sinaloa. Zu den gefundenen Gegenständen gehören INE-Wählerausweise, Bankkarten, Führerscheine sowie schulische und internationale Dokumente neben leeren Brieftaschen. Die Dokumente gehören Personen aus Bundesstaaten wie Estado de México, Puebla, Nayarit, Veracruz, Chiapas, Tamaulipas, Tabasco und Hidalgo. Einer der beunruhigendsten Fälle ist der Ausweis von Kenia Romero Santana aus Tula de Allende, Hidalgo, die 2022 verstarb. Berichten zufolge gehörte sie zum Personal des Bürgermeisteramts in Tula. Ihre vom INE ausgestellte Identifikation erscheint neben Dutzenden anderer, was Ängste vor betrügerischer Verwendung aufgrund der verstrichenen Zeit seit ihrem Tod weckt. Ein weiterer betroffener Bewohner von Hidalgo ist Juan Pablo Saavedra Munguía aus Almoloya, dessen Führerschein und Servimontajes-Ausweis identifiziert wurden. Zudem gehören mehrere Dokumente Arbeitern der Comisión Federal de Electricidad (CFE), die Ende November des Vorjahres von einer bewaffneten Gruppe überfallen wurden. Diese Mitarbeiter planen, das Büro des Generalstaatsanwalts von Sinaloa aufzusuchen, um ihre Habseligkeiten abzuholen, da viele INE-Ausweise noch gültig sind. Bisher wurden mindestens 14 Dokumente mit Namen wie Fernando Adán Calderón Hernández, Carlos Alfredo Jiménez Corrales und Luis Enrique Maldonado Santos, unter anderen, verifiziert. Der Vorfall unterstreicht Bedenken hinsichtlich der regionalen Sicherheit und des Umgangs mit personenbezogenen Daten inmitten von Gewalt.