Auf dem Bundeskongress der Democratic Alliance (DA) 2026 in Johannesburg wählten die Delegierten am Sonntag den Bürgermeister von Kapstadt, Geordin Hill-Lewis, zum neuen Bundesvorsitzenden der Partei, nachdem die Kandidaten ihre Programme bereits am Vortag vorgestellt hatten. Der 39-Jährige sicherte sich über 90 % der Stimmen gegen Sibusiso Dyonase und präsentierte einen Vier-Punkte-Plan, um die DA bis 2029 zur größten Partei Südafrikas auszubauen und gleichzeitig ein junges neues Führungsteam zu etablieren.
Zum Abschluss des DA-Bundeskongresses 2026 im Gallagher Convention Centre in Johannesburg – wo über 2.000 Delegierte am Samstag die Vorstellungen der Kandidaten, darunter Geordin Hill-Lewis und Sibusiso Dyonase, verfolgten – wurde Hill-Lewis am Sonntag mit über 90 % der Stimmen zum Bundesvorsitzenden gewählt.
Der 39-jährige Bürgermeister von Kapstadt nahm die Wahl mit 'Demut, Dankbarkeit und einem tiefen Pflichtgefühl' an und versprach, 'ein starkes Südafrika für alle' aufzubauen. Er skizzierte einen Vier-Punkte-Plan: Den Beweis erbringen, dass die Regierungsführung der DA für alle funktioniert, Kontakt zu Nicht-DA-Wählern aufbauen, ein prinzipientreuer Partner in der Regierung der nationalen Einheit (GNU) sein und mit Zuversicht in die Zukunft Südafrikas führen. Hill-Lewis beabsichtigt, sein Bürgermeisteramt beizubehalten und einen Stellvertreter für die GNU-Aufgaben zu ernennen.
Der Kongress setzte ein junges Führungsteam ein, dessen Mitglieder größtenteils in den 30ern sind: Ashor Sarupen, 37, wurde Vorsitzender des Bundesrates (als Nachfolger von Helen Zille), während er weiterhin stellvertretender Finanzminister bleibt und sein Büro in Gauteng sowie Zoom für die Koordination nutzt. Solly Msimanga wurde Bundesvorsitzender, unterstützt durch die Stellvertreter Solly Malatsi, Cilliers Brink und Siviwe Gwarube.
Dieser Generationenwechsel, der jünger ist als die Führung der EFF und an die Ära von Tony Leon 1996 erinnert, versetzt die DA in die Lage, bei den Wahlen 2029 die 30-Prozent-Marke anzuvisieren, beginnend mit den Kommunalwahlen im November in den Metropolen von Gauteng wie Johannesburg.
Die Delegierten verabschiedeten zudem Maßnahmen gegen Informationslecks, erleichterten die Beendigung von Mitgliedschaften und beschlossen eine neue Charta für ethische Regierungsführung, die von Glynnis Breytenbach vorgeschlagen wurde und unter anderem Offenlegungspflichten für Vermögenswerte sowie Vertraulichkeitszusagen beinhaltet.