Sibusiso Dyonase, ein 33-jähriger DA-Fraktionsvorsitzender aus Sedibeng, hat zwei Tage vor Ablauf der Nominierungsfrist seinen Hut für den Parteivorsitz in den Ring geworfen und fordert damit den Kapstädter Bürgermeister Geordin Hill-Lewis heraus. Er argumentiert, dass Delegierte in ganz Südafrika eine demokratische Wahl verdienen, anstatt einen unangefochtenen Spitzenkandidaten zu akzeptieren. Der Bundesparteitag, auf dem die Entscheidung getroffen wird, ist für den 11. bis 12. April in Midrand, Gauteng, angesetzt.
Sibusiso Dyonase kündigte seine Kandidatur für den Bundesvorsitz der Democratic Alliance an, nachdem er erfahren hatte, dass Geordin Hill-Lewis wahrscheinlich ohne Gegenkandidaten antreten würde. „Nein, das ist nicht demokratisch“, sagte Dyonase und betonte, dass etwa 2.500 Delegierte Wahlmöglichkeiten benötigen, um sich für ihre bevorzugte Führungskraft zu entscheiden. Er stieg in das Rennen ein, obwohl ihm ein nationaler Bekanntheitsgrad oder umfangreiche Ressourcen fehlen.
Der 33-Jährige aus Sedibeng, 80 km von Johannesburg entfernt, trat der DA vor 15 Jahren bei, nachdem er die Schule beendet hatte, ohne die finanziellen Mittel für ein Studium zu besitzen. Er nannte die frühe Erkenntnis über das Versagen der Regierung als seine Motivation. Dyonase hat gemischte Reaktionen erhalten, darunter Anrufe von ranghohen Parteimitgliedern, die seine Entscheidung hinterfragten, während andere Bewunderung für sein Eintreten für demokratische Prinzipien äußerten.
Hill-Lewis, eine prominente Figur, gründete die DA Students Organisation an der Universität Kapstadt, arbeitete unter Helen Zille, war Abgeordneter und wurde 2021 zum Bürgermeister von Kapstadt ernannt. Dyonase ist sich des Nachteils seines späten Einstiegs und des begrenzten Wahlkampfs bewusst und setzt auf Zoom-Anrufe und Nachrichten, um seine Unterstützer zu erreichen, unter anderem im Nordkap.
Dyonases Antrieb resultiert aus persönlichen Härten, wie etwa dem unerfüllten Wunsch seiner Mutter auf eine staatliche Wohnung, nachdem sie 1982 nach Gauteng gezogen war. Er plädiert dafür, die Rassedebatten hinter sich zu lassen, betont den nicht-rassistischen Standpunkt der DA und unterstreicht die Notwendigkeit der Einheit vor den Kommunalwahlen 2026. „Zu gewinnen wäre eine große Ehre, aber auch die Gelegenheit, meine Stimme zu Gehör zu bringen“, erklärte er.