Isabel Díaz Ayuso, Präsidentin der Autonomen Gemeinschaft Madrid, befragte Präsidentin Claudia Sheinbaum während einer Rede in der Madrider Versammlung zur archäologischen Stätte Huei Tzompantli. Die spanische Politikerin bezog sich dabei auf das Grundstück in der República de Guatemala 24 im historischen Zentrum der mexikanischen Hauptstadt.
Díaz Ayuso forderte Sheinbaum und das mexikanische Volk auf, zu erklären, was sich an diesem Ort nahe dem Zócalo im Untergrund befindet. Sie erklärte, die Stätte bewahre einen Teil der Geschichte vor der Mestizaje zwischen Spanien und Mexiko, welche sie als gemeinsame Wahrheit verteidigte.
Die Madrider Politikerin stellte zudem die Frage, warum die Stätte nicht für die Öffentlichkeit zugänglich sei. Sie warf linken Gruppen vor, die Geschichte Spaniens zu verdrehen, und deutete an, dass Entschuldigungen für Lügen und Kränkungen angebracht sein könnten.
Der zwischen 2015 und 2017 von Archäologen des INAH entdeckte Huei Tzompantli ist eine zeremonielle Plattform aus den Phasen VI und VII des Templo Mayor. Sie enthält einen Turm aus menschlichen Schädeln von geopferten Männern, Frauen und Kindern, wobei bisher mehr als 650 Überreste identifiziert wurden.