Novak Djokovic hat die Viertelfinals der Australian Open 2026 mit minimaler Courtzeit und einem entscheidenden Walkover erreicht, was ihn gut für einen möglichen Rekord-25. Grand-Slam-Titel positioniert. Mit 38 Jahren profitiert der Serbe von Ruhe und Erholung nach körperlichen Problemen 2025. Nächster Gegner ist Lorenzo Musetti, mit Jannik Sinner und Carlos Alcaraz als große Bedrohungen.
Novak Djokovics Weg ins Viertelfinale der Australian Open 2026 war glatter als bei jüngsten Majors und bietet ihm eine ideale Chance, einen rekordverdächtigen 25. Grand-Slam-Einzeltitel zu holen und Margaret Courts Marke aus 1973 zu übertreffen. Der 38-jährige Serbe, der 10 Australian-Open-Titel gewann und eine Bilanz von 102-10 in Melbourne Park hat, kam nach 10 Wochen Pause vor der Saison in Topform. Drei Dreisatzsiege in den Auftaktrunden plus ein Walkover im Viertelfinale gegen den verletzten Jakub Mensik haben seine Courtzeit auf nur 6 Stunden und 59 Minuten beschränkt – weit weniger als die 11 Stunden letztes Jahr zur selben Phase oder über 9 Stunden bei den anderen Slams 2025. Diese körperliche Frische steht im scharfen Kontrast zu Djokovics 2025er-Saison, in der Verletzungen ihn in allen vier Major-Halbfinals plagten: ein Hamstring-Problem nach dem Sieg über Carlos Alcaraz im Achtelfinale der Australian Open, eine Beinverletzung gegen Jannik Sinner in Roland Garros, ein Leistenleiden in Wimbledon und Erschöpfung im US-Open-Halbfinale gegen Alcaraz. Trotz dieser Rückschläge bewies Djokovic seine anhaltende Klasse durch Siege über Alcaraz in Melbourne und Alexander Zverev in Paris. „An jedem Tag, an dem ich mich körperlich und mental gut fühle, wenn ich gut spiele, kann ich jeden herausfordern, und ich glaube immer noch, dass ich sie alle schlagen kann“, sagte Djokovic. „Sonst wäre ich nicht hier.“ Der Walkover sparte Djokovic zusätzliche Abnutzung, besonders nach Mensiks Finalsieg über ihn in Miami letztes Jahr, und gibt ihm vier Tage Pause vor dem Viertelfinale gegen Lorenzo Musetti am Mittwoch. Musetti, Fünfter der Setzliste, verlor neun von zehn Matches gegen Djokovic und gab zu, in früheren Duellen klinische Schärfe vermisst zu haben. Rückt Djokovic weiter vor, könnte er in den Halbfinals auf Alcaraz oder Sinner treffen – beide dominierten kürzlich die Slams und gewannen die letzten acht unter sich seit Djokovics US-Open-Triumph 2023. Sinner jagt den dritten Australian-Open-Titel in Folge, während der 22-jährige Alcaraz der jüngste Karriere-Grand-Slam-Gewinner werden will. Als Underdog spielt Djokovic die Erwartungen herunter und betont, dass dieser Versuch nicht alles oder nichts ist, doch mit 38 läuft die Uhr – im Mai wird er 39. Seine Melbourne-Geschichte deutet darauf hin, dass die Sterne für einen letzten entscheidenden Lauf aufgehen könnten.