Alexander Zverev steht kurz vor dem Start der Australian Open 2026 und hofft auf seinen ersten Grand-Slam-Titel. Nach einem schwierigen Jahr 2025 und vergangenen Finalniederlagen erinnert Boris Becker an das entscheidende US-Open-Finale 2020. Trotz Herausforderungen fühlt sich der Deutsche fit und bereit.
Alexander Zverev hat dreimal ein Grand-Slam-Finale erreicht, doch der Titelgewinn blieb aus. Sein letztes Endspiel war am 26. Januar 2025 bei den Australian Open, wo er dem Italiener Jannik Sinner mit 3:6, 6:7 und 3:6 unterlag. Dieses Match war der Höhepunkt eines desaströsen Jahres 2025 für den Hamburger.
Bei den French Open erreichte er das Viertelfinale, scheiterte aber in Wimbledon bereits in der ersten Runde am Franzosen Arthur Rinderknech. Nach dem Aus sagte Zverev: „Ich fühle mich generell gesprochen ziemlich alleine in meinem Leben, was kein schönes Gefühl ist.“ Er trainierte kurz mit Toni Nadal an der Rafael Nadal Academy auf Mallorca, doch eine langfristige Zusammenarbeit kam nicht zustande. Bei den US Open schied er in der dritten Runde aus.
Streit mit Boris Becker belastete das Jahr zusätzlich. Zverev kritisierte den Ex-Profi: „Ich glaube, dass er sich relativ wenig Sorgen um mich macht, um ehrlich zu sein. Ich glaube, dass er so ein bisschen nach Aufmerksamkeit sucht, und die bekommt er über mich. Das ist leider so. Aber das ist mir inzwischen Latte.“ Becker hatte zuvor gesagt: „Weltspitze sieht anders aus. Sascha rennt seiner Form hinterher.“
Nun schlägt Becker versöhnliche Töne an: „Melbourne ist eigentlich ein gutes Pflaster für ihn. Aber er muss sich im Turnier finden.“ Zverevs Auftaktmatch ist gegen Gabriel Diallo (Rang 41). Der Weltranglistenerste 3 fühlt sich fit: „Ich fühle mich fit und ich habe auch das Gefühl, dass ich im Training sehr, sehr gut gespielt habe.“
Becker sieht den Knackpunkt in der US-Open-Niederlage 2020 gegen Dominic Thiem trotz 2:0-Satzführung: „Hätte er dieses Match gewonnen, stünde er jetzt bei drei, vier, fünf Grand-Slam-Titeln.“ Weitere Finals waren 2024 gegen Carlos Alcaraz in Paris. Mats Wilander ist optimistisch: „Ich glaube, dass er die Chance hat, einen Grand Slam zu gewinnen, und ich bin davon überzeugt, dass er das schafft, bevor er seine Karriere beendet.“ Dennoch gelten Alcaraz und Sinner als Topfavoriten.