Der ghanaische Gitarrist und Komponist Ebo Taylor, Pionier des afrikanischen Highlife-Genres, starb am Freitag, 6. Februar, im Alter von 90 Jahren. Sein Tod wurde am Samstag von der Familie bestätigt. Taylor prägte den Afrobeat und beeinflusste Generationen durch Verschmelzungen traditioneller Rhythmen und westlicher Klänge.
Ebo Taylor, geboren 1936 als Deroy Taylor in Cape Coast, Ghana, stieg in den späten 1950er- und frühen 1960er-Jahren zur Prominenz auf, als sich das Highlife im Land etablierte. Das Genre, das durch die Vermischung traditioneller Rhythmen mit westlichen elektrischen Instrumenten gekennzeichnet ist, wurde von Taylor vorangetrieben, der ghanaische Elemente mit Jazz, Funk, Soul und frühem Afrobeat über sechs Jahrzehnte fusionierte. nnEr spielte in Bands wie Stargazers, Broadway Dance Band und reiste in den 1960er-Jahren mit Black Star Highlife nach London, wo er mit Fela Kuti, einem Afrobeat-Pionier, zusammenarbeitete. Zurück in Ghana wurde er zu einem gefragten Arrangeur und Produzenten und arbeitete mit Musikern wie Pat Thomas und CK Mann. Sein Gitarrenspielstil mit detaillierten Arrangements beeinflusste andere afrikanische Künstler. nnIn den letzten 25 Jahren wurde sein Werk international wiederentdeckt. Neuauflagen wie 'Love & Death' sowie Samples in Tracks von Usher, Black Eyed Peas und Rapsody führten seinen Sound neuen Generationen vor. Taylor besuchte 2012 Brasilien zur Virada Cultural in São Paulo und trat letztes Jahr in der Stadt sowie in Belo Horizonte auf. nnDer Tod wurde von der Familie gegenüber der BBC bestätigt und unterstreicht Taylors Erbe in der afrikanischen Musik.