Ägypten und Ruanda erörterten diesen Monat bei Treffen in Kairo den Ausbau der Zusammenarbeit bei Wasserprojekten und knüpften dabei an den Anfang des Jahres unterzeichneten Aktionsplan an. Beamte überprüften die Fortschritte bei einem bilateralen Memorandum und einigten sich auf neue Initiativen zur Regenwassernutzung und Grundwassererkundung.
Der ägyptische Minister für Wasserressourcen und Bewässerung, Hani Sewilam, empfing die ruandische Delegation zur zweiten Sitzung des gemeinsamen Lenkungsausschusses. Die Sitzungen fanden vom 11. bis 14. Mai statt und konzentrierten sich auf die Umsetzung des Aktionsplans, der während Sewilams Besuch in Kigali im Januar 2026 unterzeichnet wurde. Beide Seiten vereinbarten, Hochwasserschutzmaßnahmen mit Staudämmen zur Regenwassernutzung unter Verwendung naturbasierter Lösungen zu kombinieren. Zudem wurden vier Standorte für neue Grundwasserstationen ausgewählt, wobei geophysikalische Untersuchungen in Kürze beginnen sollen. Sewilam verwies auf Fortschritte bei den Kapazitätsaufbaumaßnahmen, einschließlich eines ersten gemeinsamen Schulungsprogramms, das für Juni 2026 geplant ist. Er hob Ägyptens neuen Finanzierungsmechanismus in Höhe von 100 Millionen Dollar zur Unterstützung von Entwicklungsprojekten in den Ländern des südlichen Nilbeckens hervor und lud Ruanda zur Teilnahme an der Cairo Water Week im Oktober ein.