Ägypten beherbergte am Montag einen Einführungsworkshop des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaveränderungen (IPCC), was seine Bemühungen unterstreicht, die Rolle von Wissenschaftlern des globalen Südens bei der Produktion von Klimawissen und der evidenzbasierten Politikgestaltung zu stärken. Das Ereignis wurde von der kommissarischen Umweltministerin Manal Awad eröffnet, im Rahmen der ägyptischen Bemühungen zur Entwicklung des nationalen Anpassungsplans, unterstützt vom Programm der Vereinten Nationen für Entwicklung (UNDP) und dem Green Climate Fund.
Am Workshop nahmen Bart Vanden Hurk, Co-Vorsitzender der IPCC-Arbeitsgruppe II, die UNDP-Residentvertreterin Chitose Noguchi sowie Wissenschaftler, Klimaexperten und Regierungsvertreter teil. Awad erklärte, dass die Ausrichtung des Events den Glauben Ägyptens widerspiegelt, dass Wissenschaft die Grundlage der Politikgestaltung bilden muss und die Forschung eng mit den Ergebnissen öffentlicher Politik verknüpft sein sollte. Sie betonte, dass Entwicklungsländer aktiv zur globalen Produktion von Klimawissen beitragen sollten, statt passiv externe Bewertungen zu erhalten. Sie hob Ägyptens Initiativen hervor, die Beteiligung arabischer, afrikanischer und Wissenschaftler des globalen Südens an den IPCC-Bewertungsprozessen als Autoren und Gutachter zu erhöhen, was Datenlücken und Forschungs kapazitäten schließt und sicherstellt, dass Klimapolitiken die Realitäten vulnerabler Regionen besser berücksichtigen. Awad zufolge priorisiert der nationale Anpassungsplan Ägyptens den Aufbau wissenschaftlicher Kapazitäten, die Förderung der Klimaforschung und den Technologieeinsatz, im Einklang mit der Klimawandelstrategie 2050 und der Egypt Vision 2030. Vanden Hurk wies darauf hin, dass die auf Städte fokussierten Arbeiten des IPCC Klimafolgen wie Temperaturanstieg, Überschwemmungen und Sandstürme untersuchen, wobei neue Bewertungsberichte für März 2027 geplant sind. Noguchi lobte die Fortschritte Ägyptens bei der Klimaanpassung und betonte die Notwendigkeit, politische Maßnahmen mit ausreichender Finanzierung zu verbinden, um vulnerable Sektoren zu schützen. Sie erwähnte, dass UNDP-unterstützte Projekte den Schutz von rund 1.200 Kilometern der ägyptischen Mittelmeerküste finanziert haben, mit zusätzlicher Unterstützung für das Damietta-Gouvernorat durch französische Mittel geplant.