Der ägyptische Industrieminister Khaled Hashem hielt ein erweitertes Treffen mit Mohamed El-Sewedy, dem Vorsitzenden des Verbandes der ägyptischen Industrie, sowie Mitgliedern der Handwerkskammer unter der Leitung von Mohamed Sakr ab, um Wege zur Entwicklung des Kunsthandwerks und der traditionellen Industrien sowie zur Verbesserung ihrer globalen Wettbewerbsfähigkeit zu erörtern.
Die Teilnehmer des Treffens erörterten die zentralen Herausforderungen des Sektors, darunter die begrenzte Verfügbarkeit von Produktionsmitteln, hohe Zölle, der Mangel an formalen Strukturen bei vielen Handwerkern und Werkstattbesitzern, Schwierigkeiten bei der Lizenzierung sowie ein Mangel an qualifizierten Ausbildern für traditionelle Handwerksberufe.
Sie betonten zudem die Notwendigkeit, die Teilnahme an Messen auszuweiten, die Präsenz des Sektors in Einzelhandelsgeschäften an Flughäfen und Museen zu stärken, eine ständige Ausstellung für Handwerksprodukte einzurichten und den Zugang zu Finanzierungen zu verbessern.
Hashem bekräftigte das Engagement der Regierung für die Förderung des Kunsthandwerks und der traditionellen Industrien und beschrieb diese als wesentlichen Teil der nationalen Identität Ägyptens mit erheblichem sozialen und kulturellen Wert. Er erklärte, das Ministerium ziele darauf ab, Handwerkscluster in allen Gouvernements durch technische Unterstützung, Kompetenzentwicklung und Wissenstransfer zu fördern, um traditionelle Berufe zu erhalten und gleichzeitig die Ausbildung an globale Designtrends anzupassen, um so den Export anzukurbeln.
Der Minister hob die Initiative „Produktive Dörfer“ als eine wichtige Gelegenheit im Rahmen der Strategie des Ministeriums für eine ausgewogene industrielle Entwicklung hervor. Ziel ist es, irreguläre Migration durch die Förderung kleiner Werkstätten, vergünstigte Finanzierungen und die Integration in Fabriken mittels einer nationalen Industriekarte einzudämmen. Er wies die Kammer an, einen umfassenden Bericht über benötigte Ressourcen, Lizenzierungsfragen sowie Zielmessen und Museen vorzulegen.
El-Sewedy unterstrich die Rolle der Handwerkskammer als einer der größten Arbeitgeber in ländlichen Gebieten und als bedeutender Verwender von Recyclingmaterialien. Er wies darauf hin, dass ägyptische Handwerksprodukte aufgrund ihrer einzigartigen kulturellen Identität ein starkes Potenzial hätten, mit Importen zu konkurrieren.