Ägypten wurde einstimmig für die Co-Präsidentschaft des Mittelmeer-Tiergesundheitsnetzwerks (REMESA) im Jahr 2026 gewählt und wird im Dezember desselben Jahres die jährliche Konferenz der Organisation ausrichten. Die Entscheidung fiel auf der 31. Sitzung des Ständigen Gemeinsamen Komitees von REMESA in Valletta, Malta, mit Teilnahme der Leiter der Veterinärdienste aus 15 Mittelmeerländern.
Das Ministerium für Landwirtschaft und Landgewinnung erklärte, dass die Auswahl die herausragende Rolle Ägyptens in der Tiergesundheit und regionalen Zusammenarbeit widerspiegelt. Während der Sitzung bekräftigte Hamed El-Aqans, Vorsitzender der Generalorganisation für Veterinärdienste, Ägyptens Engagement für den „One Health“-Ansatz zur Bekämpfung grenzüberschreitender Krankheiten und betonte dessen Relevanz für die Bewältigung klimabeeinflusster Erkrankungen wie Maul- und Klauenseuche, Lumpyskin-Krankheit und Rift-Valley-Fieber. Er wies darauf hin, dass Ägypten nationale Programme zur Krankheitsbekämpfung umgesetzt hat, einschließlich Massenimpfkampagnen, verstärkter epidemiologischer Überwachung und Biosicherheitsmaßnahmen auf Farmen und Märkten.
El-Aqans hob die Rolle des Netzwerks bei der Koordination regionaler Reaktionen und der Förderung des Austauschs von Informationen und Know-how zwischen den Mitgliedstaaten hervor. Er fügte hinzu, dass die Gastgeberschaft Ägyptens für die Sitzung 2026 eine Plattform bieten werde, um technische und wissenschaftliche Partnerschaften zu stärken und gemeinsame Aktionspläne für Gesundheitsherausforderungen im Mittelmeerraum zu entwickeln.
Gegründet 2009, zielt das Mittelmeer-Tiergesundheitsnetzwerk darauf ab, die Tiergesundheit zu verbessern und die Überwachung und Kontrolle grenzüberschreitender Tierkrankheiten zu koordinieren. Zu seinen Prioritäten gehören der Kampf gegen Tollwut, Peste des petits ruminants und vektorübertragene Krankheiten sowie die Förderung der Forschungs-Zusammenarbeit und des Kapazitätsaufbaus für Veterinärdienste.