Die indische Wahlkommission hat im Anschluss an eine spezielle intensive Überprüfung über 2,7 Millionen Namen aus dem Wählerverzeichnis von Westbengalen gestrichen, was viele betrifft, die bereits bei den Lok-Sabha-Wahlen 2024 ihre Stimme abgegeben hatten. Dieser Schritt hat vor den anstehenden Parlamentswahlen Vorwürfe der Befangenheit durch die TMC und Verteidigungsreden der BJP ausgelöst. Der Oberste Gerichtshof lehnte zuletzt weitere Eingriffe ab.
Die indische Wahlkommission (ECI) veröffentlichte am Dienstag Daten, aus denen hervorgeht, dass 2.716.393 Namen – mehr als 45 % der über 6 Millionen geprüften Fälle – nach der speziellen intensiven Überprüfung (SIR) aus dem Wählerverzeichnis von Westbengalen gestrichen wurden. Die Gesamtzahl der Wähler im Bundesstaat sank von 76,6 Millionen zu Beginn der SIR im Dezember auf derzeit 67,7 Millionen, was einem Rückgang von 11,62 % entspricht. Viele der Betroffenen, darunter Arbeiter, Fachkräfte und Hausfrauen, hatten bei den Lok-Sabha-Wahlen 2024 noch gewählt und Dokumente eingereicht, wurden jedoch dennoch gelöscht. Der Maurer Antu Sheikh aus Murshidabad sagte: "Wir haben alle Dokumente eingereicht... aber unsere Namen wurden gelöscht." Auch der 82-jährige Syed Reza Ali Mirza stellte sein Wahlrecht in Frage. Die TMC-Vorsitzende und Regierungschefin Mamata Banerjee behauptete, die Streichungen zielten auf Matuas und Minderheiten ab und seien ein Schachzug der BJP. Banerjee sagte: "Sie haben die Namen wie Läuse herausgepickt und entfernt." Suvendu Adhikari von der BJP erklärte hingegen, die SIR habe muslimische Eindringlinge entlarvt. Die TMC stellte die Neutralität des Chief Electoral Officer Manoj Kumar Agarwal in Frage, nachdem dieser mit einem BJP-Politiker in Nandigram gesehen wurde. Am Montag ließ der Oberste Gerichtshof zwar Berufungen zu, verweigerte jedoch eine erneute Erfassung früherer Wähler.