Innenminister Álvaro Elizalde hat die Kritik von Präsident Gabriel Boric an designiertem Präsidenten José Antonio Kast unterstützt und politische Debatten aufgefordert, sich auf verifizierbare Fakten statt auf Lügen oder Fake News zu stützen. Dies als Reaktion auf Kasts Vorwürfe bezüglich der Fiskalsituation der abtretenden Regierung und anderer Politiken. Elizalde betonte die Bedeutung der Wahrheit für die Demokratie und verwies auf offizielle Armutsdaten.
Am Freitag reagierte Präsident Gabriel Boric in einem Interview bei Súbela Radio auf Kritik des designierten Präsidenten José Antonio Kast. Boric warf Kast vor, seine Amtsführung „auf Lügen“ zu beurteilen, insbesondere nach Kasts Äußerungen bei einem Treffen mit Unternehmern bei Icare am Vortag. Dort hatte Kast das fiskalische Erbe der abtretenden Regierung infrage gestellt und Borics Umgang mit der US-Operation in Venezuela kritisiert. Bei einem Pressepunkt nach der Vorstellung des Programms Escuelas Abiertas de Verano 2026 unterstützte Innenminister Álvaro Elizalde den Präsidenten. „Wir glauben, dass politische Debatten mit hoher Vision geführt werden müssen und daher auf verifizierbaren Fakten basieren“, sagte Elizalde. Er untermauerte seine Haltung damit, dass während des Wahlkampfs wiederholt behauptet worden sei, die Armut habe zugenommen, offizielle Casen-Umfragedaten jedoch einen signifikanten Rückgang in den letzten Jahren zeigten. Elizalde betonte: „Wahrheit ist grundlegend für die Demokratie. [...] Unser Aufruf ist einfach, dass diese Debatte mit wahrheitsgemäßen, verifizierbaren und offiziellen Informationen stattfindet.“ Er fügte hinzu: „So wie die Meinungsfreiheit der Demokratie innewohnt, ist Wahrheit ebenso essenziell, damit die Debatte auf Fakten basiert und nicht auf Fake News oder möglichen Falschaussagen.“ Demokratie-Debatte werde bereichert, wenn sie auf Fakten, Respekt und Demokratie basiere, betonte der Minister. Die Regierung sei in diesem Ansatz konsequent gewesen.