Eine Vertreterin der Entertainment Software Association unterbrach eine Anhörung im Senat von Kalifornien, um zu erklären, dass private Server für Minecraft und Call of Duty illegal seien und einer Softwarepiraterie gleichkämen. Die Äußerungen fielen am 29. Juni 2026 während einer Diskussion über den Protect Our Games Act.
Jennifer Gibbons, die Vizepräsidentin für staatliche Regierungsangelegenheiten der ESA, sprach während der Anhörung des Senatsausschusses für Wirtschaft, Berufe und wirtschaftliche Entwicklung. Sie reagierte damit auf den Abgeordneten Chris Ward, der Community-Server in Minecraft und Call of Duty als Beispiele für die Fortführung des Spielbetriebs nach dem Ende des offiziellen Supports nannte.
"Sie sind illegal", sagte Gibbons. "Sie stehen in keiner Weise mit Microsoft in Verbindung." Sie fügte hinzu, dass die ESA solche Server als Piraterie betrachte, und verwies auf zwei laufende Klageverfahren sowie Einträge in Berichten des Handelsbeauftragten der Vereinigten Staaten.
Die ESA präzisierte ihre Position später in einer E-Mail. Private Server, die urheberrechtlich geschützte Inhalte ohne Genehmigung hosten, verletzen die Rechte der Publisher, so die Organisation. Zudem werfe der Gesetzentwurf Bedenken hinsichtlich der Durchsetzung und der Sicherheitsstandards für Spieler auf.
Die Anhörung befasste sich mit dem Vorschlag der „Stop Killing Games“-Initiative, Publisher dazu zu verpflichten, das Weiterspielen nach der Abschaltung von Servern zu ermöglichen.