Das äthiopische Landwirtschaftsministerium hat die Erteilung von Genehmigungen für Fleischimporte aus Uganda dementiert und eine Untersuchung zu nicht autorisierten Lieferungen eingeleitet.
Staatsminister Fikru Regassa erklärte, dass kein rechtlicher Rahmen oder bilaterales Abkommen existiere, das den Import von Fleischprodukten aus Uganda nach Äthiopien erlaube. Dem Ministerium liegen keinerlei Aufzeichnungen über Transaktionen mit Ranchers Finest Ltd. vor. Das ugandische Unternehmen gab am 1. Juli 2026 bekannt, seine erste Lieferung von verarbeitetem Rindfleisch an die äthiopische Diamond Hotel and Restaurant Group versandt zu haben. Geplant waren monatliche Exporte von etwa 20 Tonnen im Rahmen eines Liefervertrags, der durch ein Ausschreibungsverfahren gesichert wurde. Fikru merkte an, dass Äthiopien im Gegensatz zu Abkommen mit anderen Ländern keine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding) mit Uganda über Fleischprodukte unterhalte. Das Ministerium prüft derzeit, wie die Lieferungen die regulatorischen Kontrollpunkte umgehen konnten. Äthiopien begann am 9. Oktober 2025 mit zollfreien Exporten an einige Mitglieder der AfCFTA, doch Beamte betonten, dass regionale Handelsregeln die vollständige Einhaltung nationaler Biosicherheitsstandards erfordern.