Das Hohe Gericht in Kisumu hat die kenianische Regierung dazu verpflichtet, Einzelheiten über die Importeure offenzulegen, die von zollfreien Einfuhren von 490.000 Tonnen Reis profitieren. Das Urteil folgt auf eine Petition der Ahero Rice Farmers Association. Das Gericht setzte eine Frist von sieben Tagen für die Umsetzung.
Richter Alfred Mabeya stufte die Petition am 9. Juli 2026 als dringlich ein. Er wies die Kabinettssekretäre für Finanzen und Landwirtschaft sowie die Agriculture and Food Authority und die kenianische Steuerbehörde (Kenya Revenue Authority) an, bis zum 20. Juli zu antworten.
Die Anordnungen verlangen die Offenlegung der zugelassenen Importeure, der zugewiesenen Reismengen, der bereits importierten Mengen, der Zollanmeldungsnummern sowie der Zollbefreiungen. Die Regierung muss zudem die Kriterien für die Genehmigungen und das verbleibende Kontingent gemäß der Gazette Notice Nr. 10061 vom 6. Juli 2026 darlegen.
Die Ahero Rice Farmers Association hatte die Petition eingereicht mit dem Argument, dass die lokalen Landwirte in Ahero, Mwea und Bunyala nicht konsultiert worden seien. Die Gruppe fordert Transparenz, verlangt jedoch keinen Stopp der Importe, die noch bis zum 30. November 2026 laufen.