Der High Court hat der Consumer Federation of Kenya (COFEK) untersagt, ihre Klage gegen das Gesundheitsdaten-Abkommen zwischen Kenia und den USA zurückzuziehen. Das Katiba Institute hatte Einspruch gegen diesen Schritt eingelegt, dem der Richter stattgab. Die Anhörung ist für den 25. Mai angesetzt.
Der High Court hat entschieden, der Consumer Federation of Kenya (COFEK) die Rücknahme ihrer im Dezember 2025 eingereichten Klage gegen das Gesundheitsdaten-Abkommen zwischen Kenia und den USA zu untersagen. Das Abkommen sorgte für Kontroversen, da die COFEK argumentierte, es könne die Privatsphäre und den Datenschutz der Kenianer verletzen und sei ohne öffentliche Konsultation zustande gekommen.
Die COFEK hatte eine Einigung mit der Regierung erzielt und wollte das Verfahren einstellen. Das Katiba Institute widersprach dem jedoch durch seinen Anwalt Joshua Malidzo mit dem Argument, dass Klagen im öffentlichen Interesse bei verfassungsrechtlichen Fragen nicht durch private Absprachen beigelegt werden können.
Richterin Patricia Nyaundi gab dem Einspruch statt und betonte, dass Prozesse im öffentlichen Interesse unter der Kontrolle des Gerichts verbleiben müssen. „Angelegenheiten, die die Öffentlichkeit betreffen, können nicht einfach durch einvernehmliche Zustimmung abgewiesen werden, solange ungelöste verfassungsrechtliche Fragen den Kern des Falls bilden“, sagte Nyaundi. Senator Okiya Omtatah aus Busia hat ebenfalls die Absicht signalisiert, die Angelegenheit im Rahmen seiner eigenen Klage von 2025 weiterzuverfolgen.
Das Abkommen sieht vor, dass die USA über fünf Jahre hinweg mehr als 200 Milliarden Kenia-Schilling an Gesundheitsgeldern über die Regierung leiten, wodurch bisherige gebergesteuerte Strukturen ersetzt werden. Präsident William Ruto hat das Abkommen verteidigt und versichert, dass Daten nicht missbräuchlich verwendet würden. Im Februar erklärten die USA, sie würden erst nach einer vollständigen Entscheidung des High Court fortfahren, wobei eine Anhörung für den 25. Mai geplant ist.