Präsident William Ruto hat eine sofortige Überprüfung der kenianischen Versicherungs- und Auktionsgesetze angeordnet, nachdem sich Matatu-Betreiber darüber beschwert hatten, dass Versicherer bei Unfallansprüchen nicht zahlen.
Präsident William Ruto ordnete am 22. Mai 2026 die Überprüfung des Versicherungsgesetzes (Insurance Act, Cap 487) und des Auktionsgesetzes (Auctioneers Act, Cap 526) an. Er erklärte, dass Transportunternehmer trotz bestehender Versicherung oft gezwungen seien, Unfallkosten selbst zu tragen. Ruto wies das Verkehrsministerium an, bei diesem Thema mit der Versicherungsaufsichtsbehörde (Insurance Regulatory Authority) zusammenzuarbeiten. Die Überprüfung zielt darauf ab, die Schadensregulierung zu verbessern und aggressive Fahrzeugpfändungen durch Inkassounternehmen einzudämmen. Parlamentarische Petitionen wiesen darauf hin, dass mindestens 4.000 öffentliche Verkehrsmittel in der Region Lower Eastern mit Gerichtsverfahren konfrontiert waren, nachdem Versicherer ihren Verpflichtungen nicht nachgekommen waren. Die Association of Kenya Insurers schätzt, dass betrügerische Ansprüche die Versicherer jährlich mehr als 3,2 Milliarden Ksh kosten.