Das Berufungsgericht hat eine einstweilige Verfügung aufgehoben, die die Umsetzung eines im Dezember 2025 unterzeichneten Kooperationsabkommens im Gesundheitsbereich zwischen Kenia und den Vereinigten Staaten im Wert von 1,6 Milliarden US-Dollar blockiert hatte.
Ein dreiköpfiges Richtergremium hob die Anordnung auf, die das Abkommen bis zu einer vollständigen Anhörung am 30. Oktober 2026 gestoppt hatte. Generalstaatsanwältin Dorcas Oduor und das Gesundheitsministerium erklärten vor Gericht, dass die Aussetzung eine erhebliche Lücke im Gesundheitssektor geschaffen habe, da Infektionskrankheiten wie HIV, Tuberkulose und Malaria weiterhin zunehmen.
Die Regierung erläuterte, dass das System beim Kauf von medizinischer Ausrüstung, der Aufstockung von Medikamentenvorräten, der Einstellung von Gesundheitspersonal und der Ausweitung der Versicherungsschutzdeckung helfen werde. Die Vereinigten Staaten haben die Mittel für einen Zeitraum von fünf Jahren zugesagt.
Senator Okiya Omtatah und die Consumer Federation of Kenya (COFEK) hatten sich gegen den Pakt ausgesprochen und behauptet, er verstoße gegen die Verfassung und berge das Risiko einer Weitergabe von Gesundheitsdaten. Die Regierung versicherte, dass lediglich allgemeine Informationen geteilt würden und keine persönlichen Daten preisgegeben würden.