Kenias Gesundheitsministerium hat den Tarif-Sperrmechanismus im System der Social Health Authority (SHA) inmitten von Beschwerden seitens der Beamten ausgesetzt. Gesundheitsminister Aden Duale gab die Entscheidung am 23. April bekannt, um den Zugang zu medizinischen Leistungen zu erleichtern.
Kenias Gesundheitsministerium hat den Tarif-Sperrmechanismus im System der Social Health Authority (SHA) abgeschafft, nachdem berichtet wurde, dass Beamten in Gesundheitseinrichtungen Leistungen verweigert wurden oder sie gezwungen waren, aus eigener Tasche zu zahlen.
Gesundheitsminister Aden Duale kündigte die Entscheidung am Donnerstag, dem 23. April, nach einem Treffen zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung für Staatsbedienstete an. "Um die unmittelbaren Reibungspunkte bei der Patientenversorgung zu verringern, wird die SHA die derzeit im System konfigurierte Tarifsperre mit sofortiger Wirkung aufheben", erklärte Duale.
Im Rahmen der Vereinbarung ist es allen bei der SHA unter Vertrag stehenden Einrichtungen ab sofort untersagt, von Beamten Gebühren für Medikamente zu erheben. Die strikte Durchsetzung der Tarife wurde bis zum Abschluss landesweiter Tarifverhandlungen ausgesetzt.
Im Zuge des Treffens wurde zudem eine gemeinsame Schnelleinsatzgruppe eingerichtet, an der die SHA, das Staatssekretariat für den öffentlichen Dienst und die Gewerkschaft der kenianischen Beamten (UKCS) beteiligt sind. Diese Stelle wird sich mit dringenden Fällen befassen, die Freilassung von wegen unbezahlter Rechnungen festgehaltenen Beamten erwirken und Rückerstattungen für unbefugte Gebühren bearbeiten.
Der Schritt reagiert auf Beschwerden von Beamten, die trotz Gehaltsabzügen für Leistungen abgewiesen oder zur Kasse gebeten wurden. Das Ministerium wies Behauptungen zurück, wonach die SHA-Leistungen für Beamte ausgesetzt worden seien, und setzt eine strikte "Walk-in, Walk-out"-Politik ohne Zuzahlungen durch.