Südafrikas Geflügelproduzenten geben an, bereit für eine Ausweitung ihrer Exporte zu sein, sehen sich jedoch mit Verzögerungen bei staatlichen Genehmigungen für wichtige Märkte konfrontiert. Ein kürzlich abgehaltenes Webinar verdeutlichte die Frustration über langsame Fortschritte bei Inspektionen und Zertifizierungen. Zudem begrüßte die Branche einen Anfang der Woche angekündigten politischen Kurswechsel bei Impfungen gegen die Vogelgrippe.
Die South African Poultry Association und Produzenten wie Sovereign Foods argumentierten in einem Webinar am 4. Juni, dass Exporte mittlerweile für das Wachstum unerlässlich seien. Die lokale Nachfrage stagniert, und die Branche hat bereits in Kapazitäten investiert sowie Standards für den Verkauf von verarbeitetem Fleisch im Ausland erfüllt. Zu den potenziellen Märkten zählen Großbritannien, die Europäische Union und Saudi-Arabien, für die bereits Unterlagen eingereicht und in einigen Fällen Inspektionen abgeschlossen wurden. Laut den Referenten bleiben bürokratische Hürden das größte Hindernis. Exportgenehmigungen hängen eher von den Veterinärsystemen und der Durchsetzungskapazität des Landwirtschaftsministeriums ab als von Problemen auf Unternehmensebene. Gerald Walter von Sovereign Foods sagte, das Unternehmen habe Kundenbeziehungen und Infrastruktur in der Golfregion aufgebaut, jedoch keinerlei Unterstützung von der lokalen Regierung erhalten. Am 3. Juni kündigte Landwirtschaftsminister John Steenhuisen eine Abkehr von der Keulungspolitik hin zu regulierten HPAI-Impfungen an. Branchenvertreter bezeichneten die Änderung als positiv, betonten jedoch die Notwendigkeit einer schnelleren Umsetzung bei Exporten, der Kompartimentierung und der veterinärmedizinischen Kapazitäten.