Die Europäische Union hat am Montag in Luxemburg die Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine offiziell begonnen.
Vertreter beider Seiten starteten am Abend Gespräche über den ersten Themenblock, der das Justizsystem, den Grundwerteschutz und Sicherheit umfasst. Ein Sprecher des Rates der Mitgliedstaaten bestätigte den Beginn gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnete den Schritt als "das klare Signal, dass Europas Fortschritt nicht gestoppt werden kann". Er betonte, beide Seiten hätten hart daran gearbeitet und würden den Beitritt gemeinsam schaffen.
Die Verhandlungen waren zuvor zwei Jahre von Ungarn blockiert worden. Nach der Abwahl von Viktor Orbán im April und einer Einigung unter dem neuen Ministerpräsidenten Péter Magyar zu Minderheitenrechten hob die neue Regierung das Veto auf.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nannte die Eröffnung einen "gewaltigen Schritt nach vorn". Bundesaußenminister Johann Wadephul sprach von einem "historischen Zeitpunkt für Europa und auch für die Ukraine".