Präsidentin Claudia Sheinbaum und Ursula von der Leyen unterzeichneten heute die Modernisierung des Globalabkommens zwischen Mexiko und der Europäischen Union.
Die Unterzeichnung fand am 22. Mai im Palacio Nacional statt. Der neue Text vertieft die Liberalisierung im Agrar- und Lebensmittelsektor, öffnet das öffentliche Auftragswesen auf Bundesebene unter gegenseitigen Bedingungen für europäische Anbieter, enthält ein Kapitel über digitalen Handel, stärkt geografische Angaben und erhöht die Umwelt- und Arbeitsstandards. Zudem werden Zölle abgeschafft, die in einigen Fällen bis zu 100 Prozent erreichten.
Das Abkommen schafft ein ständiges Investitionsschiedsgericht zur Beilegung von Streitigkeiten zwischen Investoren und dem Staat. COMCE schätzt, dass der bilaterale Handel, der bei knapp 89 Milliarden Dollar liegt, in den nächsten fünf Jahren um bis zu 35 Prozent wachsen könnte.
Die Unterzeichnung schließt einen Verhandlungszyklus ab, der 2016 begann. Das vorläufige Handelsabkommen bedarf jedoch der Ratifizierung durch das Europäische Parlament und den mexikanischen Senat, während die Säule für Politik und Zusammenarbeit die Zustimmung der 27 nationalen europäischen Parlamente benötigt – ein Prozess, der üblicherweise zwischen 18 und 36 Monaten dauert.