Ex-Minister Gajardo fordert harte Haltung gegen Begnadigungen von Kindesmissbrauchern

Der ehemalige Minister Jaime Gajardo kritisierte Äußerungen von Minister Fernando Rabat zur Einzelfallprüfung möglicher Begnadigungen für Personen, die wegen Sexualverbrechen an Minderjährigen verurteilt wurden.

Justizminister Fernando Rabat sagte am Donnerstag gegenüber CNN Chile, dass jede Entscheidung über eine Begnadigung von den Umständen des jeweiligen Aktenvorgangs abhängen würde. „Es wird vom Fall und der Analyse abhängen, die man durchführt“, erklärte er. Präsident José Antonio Kast hatte im vergangenen Dezember während einer Debatte erklärt: „Ich würde niemals einen Kindesmissbraucher begnadigen. Niemals“. Der ehemalige Justizminister Gajardo entgegnete, dass unter keinen Umständen Begnadigungen an Personen erteilt werden sollten, die Sexualverbrechen an Kindern oder Menschenrechtsverletzungen während der Diktatur begangen haben. „Diese Kriminellen verdienen keinerlei Begnadigung; das Signal der Relativierung ist sehr schlecht für unsere Gesellschaft“, sagte Gajardo gegenüber La Tercera. Rabat hielt zudem am Freitag ein Treffen mit Kast im La Moneda ab, um Begnadigungsgesuche zu erörtern.

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