Präsident José Antonio Kast kündigte an, dass er sich mit der Familie des 12-jährigen Jungen treffen werde, der bei einem bewaffneten Autoraub in San Bernardo getötet wurde. Der Schritt zielt darauf ab, Änderungen am Jugendstrafrechtsgesetz voranzutreiben.
Der Präsident machte die Aussagen am 29. Juni gegenüber Radio Polar. Er sagte, er erwarte das Treffen nach seiner Reise nach Paraguay und Uruguay. Kast verwies auf frühere Fälle wie Tamara in Huechuraba und Joaquín in Rancagua.
Abgeordnete der UDI forderten die Dringlichkeit für einen Gesetzentwurf aus dem Jahr 2018, der das Alter der strafrechtlichen Verantwortlichkeit auf 13 Jahre senkt. Die Initiative schlägt zudem vor, Wiederholungstäter über 16 Jahren bei schweren Verbrechen wie Erwachsene zu behandeln. Die Fraktion berief sich auf Zahlen des öffentlichen Ministeriums, die einen Anstieg der mit kriminellen Organisationen verbundenen Minderjährigen belegen.
Sicherheitsminister Martín Arrau unterstützte die Debatte über das sogenannte Ley Alejandro. Er erklärte, die Exekutive prüfe Verbesserungen bei der jugendstrafrechtlichen Verantwortlichkeit. Kardinal Fernando Chomalí drückte der Mutter des Jungen sein Mitgefühl aus und teilte ihre Zweifel an der Existenz Gottes.