Luis Armando López, der Vater von Ángel Nicolás López, hat die Anklage und sofortige Verhaftung der Mutter Mariela Beatriz Altamirano und des Stiefvaters Maicol González wegen vorsätzlichen Tötungsdelikts gefordert. Die Anzeige macht geltend, dass der Tod des vierjährigen Jungen am 6. April in Comodoro Rivadavia das Ergebnis monatelanger Misshandlungen sei. Die Justiz sieht sich mit Vorwürfen wegen mutmaßlicher Vernachlässigung konfrontiert.
Luis Armando López reichte, vertreten durch den Anwalt Roberto Castillo, bei der Staatsanwaltschaft von Comodoro Rivadavia eine erweiterte Anzeige ein, in der die sofortige Verhaftung von Mariela Beatriz Altamirano und Maicol González gefordert wird. Ihnen wird schwerer Totschlag in Tateinheit mit der Aussetzung einer Person mit Todesfolge vorgeworfen, was als eine „Vielzahl konvergierender Verhaltensweisen“ beschrieben wird, die am 6. April zum Tod von Ángel führten.
Die vorläufige Autopsie ergab traumatische Schädelverletzungen, die mit einem natürlichen Tod nicht zu vereinbaren sind und auf massive physische Gewalt hindeuten. Nachbarn berichteten, sie hätten die Schreie des Jungen und einen Streit gehört, bei dem Altamirano ihrem Partner vorwarf: „Du hast mein Kind geschlagen!“. Die Klage behauptet zudem, die Beschuldigten hätten die Kleidung des Kindes verbrannt, um Spuren zu beseitigen, und geplant, nach El Dorado in der Provinz Misiones zu fliehen.
Die Klageschrift kritisiert den Familienrichter Pablo José Pérez, die Beraterin Verónica Roldán sowie Jennifer Leiva vom Dienst für den Schutz der Kinderrechte, da sie ein Szenario der Vernachlässigung geschaffen hätten. Ein gerichtliches Protokoll vom 9. Februar 2026 hält jedoch fest, dass Ángel den Wunsch geäußert habe, bei seiner „Mami“ zu leben und seinen Vater, gegen den Vorwürfe wegen Gewalt vorliegen, nicht sehen zu wollen. Die Lebensgefährtin des Vaters, Lorena Andrade, hatte gegen Annäherungsverbote verstoßen.
Der Verband der Justiz und des Justizpersonals von Chubut mahnte zur Besonnenheit und forderte dazu auf, „Paralleljustiz“ zu vermeiden, wobei die Notwendigkeit verifizierter Informationen für die Ermittlungen unterstrichen wurde.