Die kolumbianische Generalstaatsanwaltschaft hat die Mutter Karol Viviana Méndez Trujillo und den Stiefvater Wilson Ariel Guerrero Cerón wegen besonders schwerem Mord, besonders schwerer Folter und häuslicher Gewalt angeklagt, die zum Tod des zweijährigen Jordán Alexander Cerón Méndez in Neiva führten. Staatsanwalt Mario Afanador erklärte, das Paar habe das Leben des wehrlosen Kindes durch systematische Misshandlungen zur Hölle gemacht. Der Junge starb am 13. März 2025 an einer Bauchfellentzündung infolge schwerer Schläge.
Der Prozess begann vor dem ersten spezialisierten Strafrichter von Neiva. Laut Anklageschrift war das Kind seit seiner Geburt fast durchgehend physischem und psychischem Missbrauch ausgesetzt. Die Obduktion ergab zahlreiche Verletzungen im Gesicht, am Brustkorb und im Bauchraum, die zu Organrissen und einer generalisierten Infektion führten.
Am 13. März 2025 gegen 5:15 Uhr hörte die Nachbarin Angie Daniela Aragón die verzweifelten Schreie der Mutter und half dabei, den Jungen in das Centro de Atención Materno Infantil (CAIMI) zu bringen, wo er jedoch bereits ohne Lebenszeichen, starr und mit Leichenflecken eintraf.
Die Mutter gab an, das Kind am Vortag schläfrig aufgefunden und ihm Brühe sowie Medikamente wie Metronidazol verabreicht zu haben, ohne jedoch trotz anhaltenden Erbrechens und Bauchschmerzen ärztliche Hilfe zu suchen. Der ältere Bruder berichtete den Ermittlern, dass der Stiefvater den Jungen häufig in ihrem Zimmer geschlagen habe und die Mutter davon wusste, ohne jedoch einzugreifen.
Der Besitzer einer nahegelegenen Apotheke hatte am 12. März Blutergüsse am Jungen, eine Schwellung des Bauches sowie Verletzungen am Rücken bemerkt und eine medizinische Behandlung dringend empfohlen, was jedoch ignoriert wurde. Frühere Zeugenaussagen berichteten von Schlägen auf das Auge, die Lippe und den Mund in den Tagen vor dem Tod, was auf einen systematischen Missbrauch hindeutet.