Präsident José Antonio Kast unterzeichnete am Montag im Cerro Castillo zwei Gesetzesentwürfe sowie ein Dekret zur Einrichtung eines Vandalismusregisters, zur Anhebung der Schuldenobergrenze und zum Start eines Rückkehrplans für irreguläre Migranten.
Der Präsident leitete die Unterzeichnung im Präsidentenpalast Cerro Castillo in Viña del Mar nach seiner ersten Cuenta Pública. Die Maßnahmen zielen darauf ab, die Sanktionen für zivile Ungehorsamkeiten zu verschärfen, die Staatsfinanzen anzupassen und die freiwillige Ausreise von Ausländern in irregulärer Lage zu erleichtern.
Einer der Gesetzesentwürfe sieht die Schaffung des Registro Único de Vándalos e Incivilidades vor. Laut dem Unterstaatssekretär für Inneres, Máximo Pavez, werden die Betroffenen vorübergehend Leistungen wie die Pensión Garantizada Universal oder kostenlose Bildung verlieren und Einschränkungen bei der Erlangung von Führerscheinen oder Reisepässen hinnehmen müssen.
Ein weiterer Gesetzesentwurf erhöht die Schuldenermächtigung im Haushaltsgesetz 2026 um 6,2 Milliarden Dollar. Finanzminister Jorge Quiroz erläuterte, dass die Erhöhung auf ein größeres Haushaltsdefizit, Wechselkurseffekte und kurzfristige Schuldenverpflichtungen zurückzuführen sei.
Das Dekret implementiert den Plan Retorno, der es irregulären Migranten ermöglicht, Chile für 180 Tage ohne sofortige Sanktionen zu verlassen. Biminister Claudio Alvarado erklärte, der Plan sei ein Ausnahmemechanismus und diejenigen, die sich nicht registrieren, müssten mit entsprechenden migrationsrechtlichen Maßnahmen rechnen.