Die Exekutive legte am Montag den Gesetzentwurf zur Schaffung eines Nationalen Registers für vandalistische Akte und Ungebührlichkeiten vor, das 33 Verhaltensweisen auflistet, die zur Registrierung führen, sowie 17 damit verbundene Sanktionen.
Der Gesetzentwurf wurde von Präsident José Antonio Kast in der öffentlichen Rechnungslegung am 1. Juni angekündigt und am 15. Juni in die Abgeordnetenkammer eingebracht. Er wird vom Zivilregister verwaltet und kann von jeder Person sowie von Gerichten und Organisatoren von Massenveranstaltungen eingesehen werden.
Die Liste umfasst 23 vandalistische Akte wie Angriffe auf Behörden, Tötungsdelikte an Staatsanwälten oder Polizeibeamten, Brandstiftung und Drogenhandel sowie 10 Ungebührlichkeiten wie Alkoholkonsum im öffentlichen Raum oder das Erschleichen von Leistungen im öffentlichen Nahverkehr. Die Sanktionen umfassen Verbote für Wohnungsbausubventionen, Stipendien, Führerscheine und Reisepässe.
Bei schwerwiegendem Verhalten kommt der zeitweilige Verlust der universitären Gratuidad und der allgemeinen garantierten Rente für fünf Jahre hinzu. Der Abgeordnete Luis Cuello (PC) legte während der Sitzung einen verfassungsrechtlichen Vorbehalt ein.
Die Registrierungen dauern bei schweren Verbrechen fünf Jahre und bei Ungebührlichkeiten ein Jahr, bei Rückfälligkeit mit entsprechenden Verlängerungen.