Innenminister Laurent Nuñez hat einen Gesetzentwurf zur Verschärfung des Separatismusgesetzes von 2021 angekündigt, der als Reaktion auf den Bericht 2025 über den politischen Islam in Frankreich erfolgt. Nach der Vorlage beim Staatsrat soll das Gesetz bis Ende des Monats im Kabinett beraten werden.
Innenminister Laurent Nuñez hat einen neuen Gesetzentwurf gegen Separatismus angekündigt, um das Gesetz von 2021 zur "Stärkung der Einhaltung der Grundsätze der Republik" zu untermauern. Laut Le Figaro befasst sich der Entwurf mit zwei dringenden Punkten. Erstens zielt er darauf ab, von Experten festgestellte blinde Flecken zu beseitigen, unter anderem in der Betreuung Minderjähriger und bei extremistischen Publikationen.
Der zweite Punkt ergibt sich aus dem Bericht "Frères musulmans et islamisme politique en France" (Die Muslimbruderschaft und der politische Islam in Frankreich), der vor weniger als einem Jahr vom ehemaligen Innenminister Bruno Retailleau veröffentlicht wurde. Der dem Staatsrat übermittelte Entwurf soll bis Ende April 2026 dem Kabinett vorgelegt werden.
Diese Initiative setzt den langjährigen Kampf gegen den radikalen Islam fort, der von spezialisierten Einheiten in den 2000er Jahren bis zum Gesetz von 2021 reicht. Der Staat passt seine rechtlichen Instrumente an eine komplexe Realität an, wie Nuñez betonte.
In einem am selben Tag geführten Interview mit Le Figaro äußerte sich Nuñez zu der Kontroverse um seine Äußerungen vom 12. März in der Grande Mosquée de Paris, wo er gesagt hatte, er werde nicht "derjenige sein, der jungen muslimischen Mädchen erklärt, dass das Tragen eines Schleiers das republikanische Zusammenleben gefährdet". Er räumte eine "Unbeholfenheit" ein und erklärte, "die Republik habe offensichtlich nicht die Aufgabe, den Islam zu fördern", bekräftigte jedoch seine Entschlossenheit gegenüber religiösen Gesetzen, die über den republikanischen stehen.