Die französische Regierung bereitet einen Gesetzentwurf vor, um Normen für lokale Behörden zu erleichtern, bestehend aus 40 Artikeln. Dieser von Le Monde eingesehene Text wird nach den Gemeindewahlen im April dem Ministerrat vorgelegt. Er zielt darauf ab, gewählten Vertretern mehr Handlungsspielraum zu geben, um Regeln an territoriale Realitäten anzupassen.
Die von Premierminister Sébastien Lecornu geführte Regierung setzt ihre Bemühungen fort, Normen zu vereinfachen, die lokale Behörden belasten. Nach der Veröffentlichung eines ersten 'Mega-Dekrets' zur Vereinfachung am 21. Februar finalisiert die Exekutive den legislativen Teil dieser Initiative, in Erwartung eines Dezentralisierungsgesetzes. Der Gesetzentwurf 'zur Vereinfachung der für lokale Behörden geltenden Normen', den Le Monde einsehen konnte, wurde am 27. Februar Verbänden der lokal gewählten Vertreter vorgestellt. Mit 40 Artikeln wird er von der Ministerin für Raumordnung und Dezentralisierung, Françoise Gatel, bei einer Senatsanhörung am 18. Februar als 'bescheiden und konkret' beschrieben. Sie stellte klar, dass es sich nicht um eine 'Operation Coup de Poing' handelt. In der Begründung heißt es: 'Es geht darum, mehr Handlungsspielraum zu schaffen, um die Realitäten jedes Territoriums zu berücksichtigen. Lokale Behörden müssen sich ihrem territorialen Projekt widmen können, ohne Zeit mit veralteten und nutzlosen Vorschriften zu vergeuden.' Sébastien Lecornu hatte einige dieser Regeln beim Abschluss des Bürgermeidertags am 20. November 2025 als 'surrealistisch' bezeichnet und hinzugefügt: 'Ich wünsche mir, dass der Beginn der nächsten Kommunalperiode in größter Einfachheit erfolgt.' Die Vorlage dem Ministerrat ist nach den April-Gemeindewahlen geplant, gefolgt von der Beratung im Senat.