Das Ministerium für öffentlichen Dienst wird am Dienstag, den 27. Januar, seine ersten Reformvorschläge zu bezahlten Sonderfreistellungen für öffentliche Bedienstete vorstellen, die mit Elternschaft und Familienereignissen zusammenhängen. Dieser Schritt reagiert auf eine Anordnung des Staatsrats vom 10. Dezember 2025, die ein Dekret innerhalb von sechs Monaten gemäß dem Transformationsgesetz für den öffentlichen Dienst von 2019 verlangt. Gewerkschaften kritisieren bereits eine mögliche Kürzung von Rechten im Bereich Kinderbetreuung.
Die französische Regierung macht Fortschritte bei einer seit über sechs Jahren erwarteten Reform der bezahlten Freistellungsgenehmigungen für Beamte. Diese vergüteten Abwesenheiten, die aus familiären oder elterlichen Gründen gewährt werden, sind Gegenstand eines Dekrets, das das Ministerium für öffentlichen Dienst finalisieren muss. Am 10. Dezember 2025 wies der Staatsrat die Exekutive an, diesen Text innerhalb von sechs Monaten zu veröffentlichen, im Einklang mit dem Transformationsgesetz für den öffentlichen Dienst von 2019. Dieses Gesetz sah ein Dekret vor, um eine gemeinsame Liste dieser Genehmigungen zu definieren und Ungleichheiten zwischen den Verwaltungen zu beheben. Bisher lag die Gewährung dieser Freistellungen weitgehend im Ermessen der öffentlichen Dienste, was zu heterogenen Praktiken führte. Zur Rechtfertigung der Verzögerung berief sich der Staat auf die Notwendigkeit eines „intensiven Dialogs“ mit den Gewerkschaften sowie auf die Störungen durch die Covid-19-Krise bei den Verhandlungen. Diese Erklärungen überzeugten den Staatsrat im Palais-Royal nicht. Die Vorstellung der Arbeitspfade am 27. Januar wird voraussichtlich hitzige Debatten auslösen. Gewerkschaften, wie Le Monde berichtet, kritisieren eine Reduzierung von Rechten, insbesondere im Hinblick auf die Kinderbetreuung. Diese Reform zielt darauf ab, die Regeln auf nationaler Ebene zu vereinheitlichen, birgt jedoch das Risiko von Spannungen mit den Vertretern der öffentlichen Bediensteten.