Ein Brand in einem Zug der Linie 5 der Metro Santiago führte am Montagnachmittag zur Evakuierung von Fahrgästen und zur Schließung von sechs Stationen. Zehn Personen erlitten Rauchgasvergiftungen.
Der Vorfall ereignete sich am Montag, den 27. Juli, gegen 17:12 Uhr an der Station Santa Isabel. Bei einem Zug des Typs NS-74 brach unter dem Fahrgestell ein Feuer aus, das giftigen Rauch erzeugte und die Notfallprotokolle auslöste.
Feuerwehr, Polizei und SAMU-Personal trafen am Einsatzort ein. 21 Löschfahrzeuge von zehn Feuerwachen aus Santiago und vier aus Ñuñoa konnten den Brand unter Kontrolle bringen. Carlos Melo, Leiter der Unternehmensplanung und Kundenbetreuung der Metro, bestätigte, dass der Zug und der Bahnhof durch den Tunnel in Richtung Irarrázaval evakuiert wurden.
Fünf Zivilisten und zwei Feuerwehrleute wurden wegen Rauchgasvergiftungen behandelt. Zudem waren drei Mitarbeiter der Metro während der Evakuierung betroffen. Der Betrieb wurde zwischen Plaza de Armas und Irarrázaval eingestellt, während der übrige Streckenabschnitt normal funktionierte. Das Verkehrsministerium setzte verstärkt Red-Busse auf den Linien 210, 210B, 210E und 213 ein.
Der Feuerwehrkommandant von Santiago, Giorgio Tromben, erklärte, dass bei dem Brand synthetische Materialien und Reifen betroffen waren. Die Betriebsleiterin der Metro, Pamela Barros, merkte an, dass unter den Passagieren keine Verletzten zu beklagen seien. Der Regierungsdelegierte Germán Codina erklärte, es gebe keine Hinweise auf die Beteiligung Dritter.