Kolumnistin Natalia Beauty gab zu, Künstliche Intelligenz zur Erstellung ihrer Texte für Folha de S.Paulo zu nutzen, was zu geteilten Meinungen unter Kollegen führte. Joel Pinheiro da Fonseca argumentiert, dass KI-Tools das Schreiben demokratisieren, während João Pereira Coutinho meint, dass KI-generierte Texte an überzeugender menschlicher Note mangeln. Die Kolumnen vom 16. Februar 2026 beleuchten den Einfluss der Technologie auf den Journalismus.
Am 16. Februar 2026 veröffentlichte Folha de S.Paulo Kolumnen, die das Geständnis der Kolumnistin Natalia Beauty zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in ihren Texten thematisierten. Beauty beschrieb KI als 'Werkzeug', das Zeit optimiert, indem es Gedanken per Sprachbefehl liefert, während die Maschine die 'manuelle Arbeit' des Schreibens übernimmt – verglichen mit der Automobilindustrie, die Roboterarme für Schweißen und Montage nutzt. Joel Pinheiro da Fonseca unterstützt den Ansatz und sagt: 'Natalia Beauty hat recht, dass KI-Tools demokratisieren, was früher eine Fähigkeit der wenigen war: Ideen und Argumente in Text, Bild oder Video umzusetzen'. Er bemerkt, dass die meisten KI für Recherche und Revisionen akzeptieren, aber sich gegen originelles Schreiben sträuben, das als Heiligtum der Kreativität gilt. Fonseca weist darauf hin, dass der Standardstil der KI erkennbar, aber durch Anweisungen verbesserbar ist und ihre Qualität mit Updates steigt, was traditionelle Schreibfähigkeiten entwertet. Er erwähnt eine kürzliche KI-Entdeckung in der Teilchenphysik und warnt: 'Wer so tut, als ob nichts passiert, wird überrollt'. Eine von GPT 5.2 generierte Zusammenfassung lautet: 'Was wehtut, ist nicht, dass KI gute Texte produziert. Es ist zu erkennen, dass vieles von unserem „Genie“ automatisierbare Technik war'. Im Gegensatz dazu kritisiert João Pereira Coutinho mit der Analogie eines Barbiers, dessen Gespräche die mechanische Perfektion übertreffen. Er vergleicht KI-Texte mit Masturbation: 'Sie befriedigen, zweifellos. Aber überzeugen sie?'. Coutinho betont, dass Schreiben eine Denkweise ist, die Ideen im kreativen Prozess transformiert, und zitiert Autoren wie Fernando Pessoa und Kafka. Für Leser ist Lesen 'ein Gespräch mit dem Autor', wie C.S. Lewis sagte: 'Wir lesen, um zu wissen, dass wir nicht allein sind'. Er räumt den Einsatz von KI für redaktionelle Korrekturen ein, betont aber, dass ein KI-generierter literarischer Text sich von einem menschlichen unterscheidet und bevorzugt 'warme menschliche Lippen' gegenüber einer Statue. Die Kolumnen spiegeln eine breitere Debatte darüber wider, wie KI geistige Arbeit verändert, ohne klare wirtschaftliche Vorteile bisher, aber mit offensichtlichen Veränderungen im Journalismus.