Forensischer Bericht bestätigt illegalen Pegasus-Spionageüberwachung des Ministers Idárraga

Justizminister Andrés Idárraga hat angeprangert, dass ein forensischer Bericht die illegale Nutzung der Pegasus-Software zur Spionage an ihm und seiner Familie enthüllt hat. Die Infiltration, angeordnet vom Verteidigungsministerium, zielte darauf ab, ihn wegen seiner Untersuchungen zu Korruption in den Streitkräften zu diskreditieren. Der Fall liegt nun bei der Generalstaatsanwaltschaft und der Interamerikanischen Kommission für Menschenrechte.

Justizminister Andrés Idárraga Franco hat öffentlich einen schweren Vorfall angeprangert, basierend auf einem forensischen Bericht, der illegale Spionage an ihm und seiner Familie mittels der Pegasus-Software bestätigt. Die Operation wurde angeblich vom Verteidigungsministerium aus gesteuert, unter Einsatz reservierter Mittel und Gegenaufklärungstrukturen der Nationalarmee. Das primäre Ziel war, ihn anzugreifen, da er Untersuchungen zu Korruptionsfällen auf verschiedenen Ebenen innerhalb der Streitkräfte leitete. Idárraga schilderte, dass zwischen August und November 2025 2,3 Gigabyte privater Informationen aus seinem Handy extrahiert wurden, einschließlich Korruptionsanzeigen und Daten vertraulicher Quellen. Insgesamt gab es mehr als 8.700 Infiltrationsversuche, mit mindestens 124 illegalen Aktivierungen der Kamera und des Mikrofons des Geräts. „Diese Infiltration wurde vom Verteidigungsministerium unter Verwendung reservierter Ausgaben und staatlicher Gegenaufklärungsstrukturen — speziell der Nationalarmee — angeordnet, mit dem Zweck, mich zu verfolgen“, erklärte der Minister. Er fügte hinzu, dass es Teil einer Diskreditierungskampagne sei, angetrieben durch sensible Informationen über Korruption, die er erhielt. Der Beamte betonte seine ethische Haltung: „Demokratie wird nicht durch Spionage verteidigt. Sie wird durch Wahrheit, Gerechtigkeit und Garantien für Korruptionsanzeiger verteidigt.“ Der Fall wurde an die Generalstaatsanwaltschaft und die Interamerikanische Kommission für Menschenrechte (IACHR) zur Untersuchung weitergeleitet. Diese Offenlegung beleuchtet interne Spannungen in der kolumbianischen Regierung bezüglich Transparenz und der Nutzung von Überwachungsinstrumenten.

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