Der 22-jährige Verdächtige, der letzte Woche im Zusammenhang mit dem Cyberangriff auf die Server des französischen Innenministeriums festgenommen wurde, ist am 20. Dezember offiziell angeklagt und in Untersuchungshaft gesetzt worden, während eine laufende Untersuchung zum Bruch sensibler Datenbanken wie TAJ und FPR läuft.
Nach seiner Festnahme am 17. Dezember in Limoges durch die Brigade de recherche et d’intervention (BRI) – er war zuvor Anfang 2025 für ähnliche Delikte verurteilt worden – stand der Verdächtige am Samstag vor Richtern. Ihm wird «betrüglicher Zugriff in einer organisierten Gruppe auf ein automatisiertes System zur Verarbeitung personenbezogener Daten des Staates» vorgeworfen, unter Leitung der Cyberkriminalitätsabteilung der Pariser Staatsanwaltschaft.
Diese Entwicklung folgt auf die Bestätigung des Innenministeriums verdächtiger Aktivitäten auf seinen Messaging-Servern in der Vorwoche, wodurch Justizakten (TAJ) und Daten gesuchter Personen (FPR) kompromittiert wurden. Obwohl eine Hackergruppe umfassenderen Zugriff beanspruchte, bleiben offizielle Details begrenzt. Der Fall unterstreicht anhaltende Schwachstellen in staatlichen IT-Systemen und führt zu Sicherheitsverbesserungen einschließlich Zwei-Faktor-Authentifizierung, wie Innenminister Laurent Nuñez ankündigte.
Es wurden keine neuen Informationen zum vollen Ausmaß des Hacks oder den Motiven veröffentlicht.