Drei Frauen erlitten leichte Verletzungen durch eine Stichwaffe in der Pariser Metro am 26. Dezember 2025 durch einen malischen Staatsbürger unter OQTF (Verpflichtung zum Verlassen des französischen Territoriums). Die Angriffe ereigneten sich auf Linie 3 an den Stationen République, Arts et Métiers und Opéra zwischen 16:15 und 16:45 Uhr. Der 25-jährige Angreifer, zuvor wegen sexueller Übergriffe verurteilt, wurde um 18:55 Uhr in Sarcelles, Val-d'Oise, festgenommen.
Am 26. Dezember 2025 am späten Nachmittag attackierte ein Mann mit einem Messer drei Frauen auf Linie 3 der Pariser Metro. Die Vorfälle ereigneten sich zwischen 16:15 und 16:45 Uhr an den Stationen République, Arts et Métiers und dann Opéra im Herzen der Hauptstadt. Die Opfer erlitten oberflächliche leichte Verletzungen ohne lebensbedrohliche Prognose: eine am Bein, eine am Rücken, die dritte stellte sich im Krankenhaus vor. Ein AFP-Journalist sah an der Station République eine schockierte Frau, die von Rettungsdiensten versorgt wurde.
Der mutmaßliche Täter, ein 25-jähriger Maliense geboren 2000, befand sich in irregulärer Lage und unter OQTF. Bereits der Polizei wegen Eigentumsdelikten und Drogenkonsum bekannt, war er im Januar 2024 wegen aggravierter Diebstahls und sexueller Aggression inhaftiert worden, bevor er im Juli 2025 aufgrund seines administrativen Status freigelassen wurde. In einem Verwahrungszentrum (CRA) untergebracht, konnte er nicht innerhalb der 90-tägigen Frist abgeschoben werden, da kein konsularisches Laissez-passer vorlag ohne gültiges Identitätsdokument, und wurde unter Hausarrest mit Hausdurchsuchungsrecht gestellt.
Über Videoüberwachung identifiziert, floh der als schlank, afrikanischer Herkunft und in Khakimantel beschriebene Mann über Linie 8, bevor er per Handyortung geortet wurde. Er wurde um 18:55 Uhr in Sarcelles von den regionalen Verkehrssicherheitsdiensten (SRT) und der Polizei von Val-d'Oise festgenommen. Eine Ermittlung wegen versuchten Totschlags und bewaffneter Körperverletzung wurde eingeleitet. Die Terrorismus-Spur wird nicht priorisiert; der Verdächtige wird als 'gestört' beschrieben.
Der Polizeipräfekt von Paris, Patrice Faure, lobte 'die Reaktionsfähigkeit und Mobilisierung seiner Dienste'. Die Präsidentin der Region Île-de-France, Valérie Pécresse, wünschte den Opfern 'g Genesung'. Innenminister Laurent Nuñez bedauerte die gescheiterte Abschiebung, gratulierte den Ermittlern und forderte 'maximale Wachsamkeit' im Verkehr vor Silvester aufgrund der hohen Terrorgefahr. Sicherheitskräfte wurden als Verstärkung auf Linie 3 eingesetzt, und die Opferhilfeeinheit der RATP aktiviert.