Ein 14-jähriger Schüler verletzte seinen Kunstlehrer am Collège La Guicharde in Sanary-sur-Mer, Var, schwer mit Messerstichen. In Gewahrsam gab er zu, die Tat aus übermäßigem Hass geplant zu haben. Der Gesundheitszustand des 60-jährigen Opfers bleibt besorgniserregend.
Am 3. Februar 2026 stach ein 14-jähriger Schüler am öffentlichen Collège La Guicharde in Sanary-sur-Mer, Var, seinen 60-jährigen Kunstlehrer viermal. Der Jugendliche, der mehrere Verwarnungen des Lehrers wegen seines Verhaltens erhalten hatte, wurde wegen versuchten Mordes festgenommen und in Untersuchungshaft genommen. Während seines Verhörs erklärte der Verdächtige, er habe an jenem Morgen ein Messer aus der Küche seines Zuhauses genommen, mit der klaren Absicht, seinen Lehrer zu verletzen. „Zu viel Hass“, sagte er den Ermittlern und berief sich auf aufgestauten Groll und Selbsthass. Der Staatsanwalt von Toulon, Raphaël Balland, erklärte in einer Pressemitteilung, der Gesundheitszustand des Opfers sei „nach wie vor besorgniserregend“. Bisher wurde nach Angaben des Staatsanwalts keine religiöse oder politische Konnotation im Vorfall festgestellt. Das Ereignis hat starke Emotionen in der Bildungsgemeinschaft ausgelöst und erinnert an andere tragische Angriffe wie den auf Agnès Lassalle 2023. Der junge Schüler, der als von innerem Hass zerfressen beschrieben wird, hatte „Rechnungen zu begleichen“ mit seinem Lehrer. Dieser Übergriff beleuchtet die wachsenden Spannungen in Schulen, wo Lehrer manchmal Vergeltungsmaßnahmen für disziplinarische Maßnahmen fürchten.