Hisham Badawi, ehemaliger Leiter der ägyptischen Central Auditing Organisation, wurde am Montag zum Sprecher des Repräsentantenhauses gewählt und erhielt 521 von 570 Stimmen während der Eröffnungssitzung der dritten Legislaturperiode des Parlaments. Er besiegte Mohamed Sami El-Imam, Abgeordneten der ägyptischen Sozialdemokratischen Partei, der 49 Stimmen bekam. Badawi gelobte Unparteilichkeit und Verfassungstreue in seiner neuen Rolle.
In einer entscheidenden Eröffnungssitzung verkündete Abla El-Hawary, das dienstälteste Mitglied der Kammer, die Ergebnisse, sodass Badawi sofort seine Aufgaben übernehmen und die Wahl von zwei stellvertretenden Sprechern leiten konnte. Mohamed El-Wahsh erhielt 495 Stimmen und Assem El-Gazzar 516 Stimmen als Stellvertreter, während andere Kandidaten wie Sahar Atman (87 Stimmen), Islam Fawzy (35 Stimmen) und Awad Abu El-Naga (21 Stimmen) zurückblieben. Von 579 abgegebenen Stimmen für die stellvertretenden Positionen waren 577 gültig und zwei ungültig. In seiner Antrittsrede sagte Badawi: „Ich bete um Führung bei ihrer Erfüllung, um den Interessen unseres großen Volkes zu dienen und jeder Stimme in diesem Saal zu lauschen, ob unabhängig oder parteigebunden.“ Er fügte hinzu: „Unsere Grenzen sind die Bindung an die Verfassung und die Wahrung der Würde des Rates“, wobei er den Fokus des Parlaments auf Aufsicht und gesetzgeberische Rollen zur Stärkung der parlamentarischen Arbeit betonte. Badawi bringt umfangreiche juristische Erfahrung mit; er leitete die Central Auditing Organisation von 2016 bis 2024 und begann seine Karriere bei der Staatsanwaltschaft als Chefankläger für Staatssicherheit von 2000 bis 2012. Später präsidierte er das Berufungsgericht Kairo von 2012 bis 2015 und war stellvertretender Justizminister für Anti-Korruptionsangelegenheiten. In seiner Laufbahn beaufsichtigte er prominente Ermittlungen, darunter den Hezbollah-Zellen-Fall von 2009 und den Nasr-City-Zellen-Fall von 2012, und nahm an nationalen und internationalen Ausschüssen gegen Terrorismus und Geldwäsche teil. Der Sprecher vertagte die Sitzung bis Mittwoch, an dem das Haus die Vorstände seiner Fachkomitees wählen soll, wobei die Abgeordneten aufgefordert werden, ihre Vorlieben im Voraus anzumelden.