Der ehemalige Minister Raul Jungmann starb am Sonntag (18. Januar 2026) im Alter von 73 Jahren an Krebs, während er im DF Star-Krankenhaus in Brasília interniert war. Jungmann bekleidete Schlüsselpositionen in den Regierungen von Fernando Henrique Cardoso und Michel Temer und hinterließ ein Vermächtnis in der brasilianischen Politik. Politiker und Behörden aus verschiedenen Lagern betrauern den Verlust eines öffentlichen Dieners, der der Demokratie und dem Dialog verpflichtet war.
Raul Belens Costa Jungmann Pinto, geboren 1952 in Recife (PE), starb am 18. Januar 2026 im Alter von 73 Jahren im DF Star-Krankenhaus in Brasília, wo er einen Krebs im Pankreas und Peritoneum behandelte, der Mitte 2024 diagnostiziert wurde. Nach sechs Monaten Chemotherapie wurde die Behandlung 2025 palliativ. Als gebürtiger Peruaner begann Jungmann seine politische Karriere als Gegner der Diktatur von 1964, trat dem PCB und MDB bei und war Stadtrat in Recife. Er erlangte in den 1990er Jahren Bekanntheit, leitete das Ibama und 1996 das Ministerium für Agrarreform unter Fernando Henrique Cardoso (PSDB), wo er nach dem Massaker von Eldorado dos Carajás Siedlungen förderte. Er wurde dreimal Abgeordneter für Pernambuco (2003-2011 und 2015-2016) für die PPS gewählt. In der Regierung von Michel Temer (MDB) war er 2016 Verteidigungsminister und 2018 Sicherheitsminister, koordinierte die föderale Intervention in Rio de Janeiro, eine Zeit geprägt vom Mord an der Stadträtin Marielle Franco. Seit 2022 präsidierte er das Brasilianische Bergbauinstitut (Ibram) und förderte Nachhaltigkeit und ESG-Agenda. Ibram veröffentlichte eine Erklärung, die seine 'Kompetenz, strategische Vision und Vermächtnis von Dialog und Ethik' hervorhob und ankündigte, dass die Aufbahrung privat für Familie und enge Freunde sein wird. Zahlreiche Behörden trauern um ihn. Ehemaliger Präsident Michel Temer schrieb: 'Ein Brasilianer, der wusste, wie man dem Land dient. Überall, wo er ging, hinterließ er seine Spur. Ruhe in Frieden, Raul'. Senator Renan Calheiros (MDB-AL) sagte: 'Brasilien verlor einen seiner größten Denker und Nationenformer. Ich verliere einen hochgeschätzten Freund'. Arlindo Chinaglia (PT-SP) beschrieb ihn als 'aktiv' und 'legitimen Demokraten'. STF-Minister Gilmar Mendes bemerkte: 'Er stand immer auf der richtigen Seite der Geschichte und verteidigte den Rechtsstaat'. Dias Toffoli (STF) lobte seine 'feste Präsenz in der Verteidigung der konstitutionellen Ordnung'. Andere wie Randolfe Rodrigues (PT-PE), Kátia Abreu und Hugo Motta (Republicanos-PE) betonten sein Engagement für Dialog und öffentliche Ethik. Jungmann hinterlässt Kinder Bruno und Júlia aus einer früheren Ehe sowie Partnerin Natalie.