Ein Leck von Styrol-Monomer im Innova-Werk in Manaus hat seit Mittwoch 414 Menschen ins Krankenhaus gebracht. Die Stadt hat Alarmzustand ausgerufen und das Unternehmen mit Bußgeldern belegt.
Der Vorfall ereignete sich am späten Nachmittag des 15. Juli in der Innova-Anlage im Industriegebiet. Das Unternehmen erklärte, dass ein Temperaturanstieg Dämpfe freigesetzt habe, Sicherheitssysteme die Lage jedoch unter Kontrolle gebracht hätten und keine weiteren Emissionen bestünden.
Das städtische Gesundheitssekretariat verzeichnete bis Freitag 200 Behandlungen in Privatkliniken, 157 in öffentlichen Notaufnahmen und 57 in städtischen Einrichtungen. Die meisten Patienten wiesen leichte Symptome auf und wurden entlassen, zwei Personen blieben jedoch im Krankenhaus, eine davon auf der Intensivstation.
Die Stadt verhängte Bußgelder in Höhe von insgesamt 9,9 Millionen R$ wegen Luft-, Boden- und Wasserverschmutzung. Das IPAAM verhängte eine zusätzliche Geldstrafe von 12,5 Millionen R$. Innova bestritt das Vorhandensein von Rissen in den Tanks, während die Stadtverwaltung berichtete, diese mittels Drohnen identifiziert zu haben.
Die Feuerwehr kühlt den Tank weiterhin. Ein Bereich von 300 Metern um den Standort bleibt abgesperrt und zehn Schulen haben vorsorglich den Unterricht ausgesetzt. Ein Todesfall wird derzeit untersucht; ein direkter Zusammenhang mit dem Leck konnte bislang nicht bestätigt werden.