Die Gesundheitsbehörde Anvisa wird an diesem Mittwoch (13.) über einen Einspruch von Ypê entscheiden, der die Aussetzung des Verkaufs von Spülmitteln, Flüssigwaschmitteln und Desinfektionsmitteln der Marke erneut in Kraft setzen könnte. Die Maßnahme betrifft Chargen mit der Endziffer 1, die in Amparo (SP) hergestellt wurden. Unterdessen suchen Verbraucher nach Informationen zu Rückerstattungen oder Umtauschmöglichkeiten.
Die Behörde ordnete am 7. Mai den Rückruf und den Produktionsstopp dieser Artikel an, nachdem Mängel im Herstellungsprozess sowie das Risiko einer mikrobiologischen Kontamination festgestellt worden waren. Ypê legte Einspruch ein und erwirkte ab dem 8. Mai eine automatische aufschiebende Wirkung, wobei Teile des Betriebs eingestellt blieben, um die Anforderungen zu erfüllen.
Das Unternehmen präsentierte Anvisa 239 Korrekturmaßnahmen, darunter Reparaturen und Reinigungsarbeiten im Werk Amparo, das am Dienstag (12.) von Reportern besucht wurde. Frühere Aufnahmen zeigten korrodierte Anlagen und Produktreste an den Abfülllinien.
Konsultierte Anwälte erklären, dass es während der vorübergehenden Aussetzung keine starke Rechtsgrundlage für umfassende Rückerstattungen gibt. Sollte Anvisa die Maßnahme wieder in Kraft setzen, könnten Supermärkte für Schäden gesamtschuldnerisch haftbar gemacht werden, und Verbraucher hätten gemäß dem Verbraucherschutzgesetz Anspruch auf Umtausch oder Rückerstattung.
Ypê verweist Kunden auf die offiziellen Servicekanäle, deren Kapazität verdreifacht wurde. Anvisa empfiehlt, die Verwendung der betroffenen Chargen einzustellen und Kontakt mit dem Unternehmen aufzunehmen.