Andi warnt vor Risiken durch geplante Änderungen der Lebensmittelkennzeichnung des kolumbianischen Gesundheitsministeriums

Der kolumbianische Industrieverband (Andi) äußerte über seine Kammer für die Lebensmittelindustrie Bedenken hinsichtlich eines Entwurfs des Gesundheitsministeriums zur grundlegenden Überarbeitung der frontalen und nährwertbezogenen Lebensmittelkennzeichnung. Der Wirtschaftsverband warnt davor, dass der Vorschlag zu rechtlicher und technischer Instabilität sowie zu wirtschaftlichen Belastungen für 51.200 Unternehmen des Sektors führen würde.

Die Andi unter der Leitung von Bruce Mac Master schlug Alarm angesichts des Entwurfs, der die Resolution 810 von 2021 aufheben und einen neuen Rechtsrahmen schaffen soll. Der Verband erklärt, dass dies den Lebensmittelsektor mit technischen und wirtschaftlichen Lasten belegen würde, wobei 51.200 Unternehmen betroffen wären, von denen 98,5 % Kleinst- und Kleinunternehmen sind.

Zu den Hauptkritikpunkten gehört das Fehlen von Dialogforen, da das Gesundheitsministerium nicht auf Anfragen für Arbeitsgruppen zur Bewertung der Auswirkungen und der wissenschaftlichen Erkenntnisse reagiert hat. Das Vorhaben würde eine Neugestaltung aller Lebensmittelverpackungen sowie neue Verfahren bei der Nationalen Behörde für Arzneimittel- und Lebensmittelüberwachung (Invima) erfordern, was den Handel potenziell behindern könnte.

„Diese neue technische Regulierung ist nicht ausreichend begründet und es fehlt der wissenschaftliche Beleg, der eine solch tiefgreifende Änderung rechtfertigen würde. Es ist entscheidend, dass die Regierung den Lebensmittelproduzenten in Kolumbien zuhört, da die tatsächlichen Auswirkungen auf die Unternehmen noch nicht evaluiert wurden“, erklärte Camilo Montes, Exekutivdirektor der Andi-Kammer für die Lebensmittelindustrie.

Die vorgeschlagenen Änderungen umfassen eine Definition für „hochverarbeitete“ Lebensmittel, die in internationalen Regelwerken nicht existiert, spezifische Warnhinweise für Zusatzstoffe, Mikrokennzeichnungen für kleine Verpackungen sowie eine Übergangsfrist von sechs Monaten, die als zu kurz erachtet wird. Der Verband wies auf das aktuelle, durch jüngste Resolutionen verfeinerte Modell hin und forderte die Beteiligten auf, bis zum 6. Mai Stellungnahmen beim Ministerium einzureichen.

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