Die kolumbianische Wasserregulierungsbehörde (CRA), das Wohnungsbauministerium und die Superservicios haben einen neuen Tarifrahmen für Trinkwasser und Grundversorgung vorgestellt, der 5.000 Anbieter betrifft. Die Änderung schließt geplante Investitionen von den Tarifen aus und berechnet nur die jährlich abgeschlossenen Projekte. Andesco äußerte Bedenken hinsichtlich des Fehlens einer Übergangsfrist und potenzieller Tariferhöhungen.
Die Wasserregulierungsbehörde (CRA), das Wohnungsbauministerium und die Aufsichtsbehörde für öffentliche Dienste haben den neuen Tarifrahmen für Trinkwasser und Grundversorgung für rund 5.000 Anbieter in städtischen und ländlichen Gebieten vorgestellt, die laut CRA 30 Millionen Kolumbianer versorgen. Die wichtigste Änderung besteht darin, dass prognostizierte Investitionskosten über 10 Jahre, die nicht immer realisiert wurden, von den Tarifen ausgeschlossen werden, um die Nutzer vor ineffizienten Umlagen zu schützen. 'Die Nutzer haben für Investitionen bezahlt, die über 10 Jahre geplant, aber nicht immer durchgeführt wurden', sagte Superintendent Felipe Durán Carrón. Anbieter werden nun nur noch jährlich abgeschlossene Investitionen in Rechnung stellen, die Anpassungen unterliegen, was die endgültigen Tarife potenziell senken könnte. CRA-Direktorin Gloria Narváez betonte die Überprüfung der Kostenstrukturen für 'den fairsten Tarif'. Die Unterstaatssekretärin für Wasser und Abwasser des Wohnungsbauministeriums, Ruth Quevedo, merkte an, dass 80 % der Tarife auf Investitionen entfallen, wovon 25 % von den Nutzern finanziert werden. Die Vergütung werde sich an den tatsächlichen Produktionskosten und nicht an Investitionserwartungen orientieren, fügte Durán hinzu. Kleine Anbieter und Gemeindeverwalter werden einem separaten Rahmen folgen, der im Mai angekündigt wurde. Die Vorbereitung beginnt laut CRA am 1. Juni 2026 und dauert bis zum 31. Dezember, mit der Umsetzung am 1. Januar 2027. Andesco, unter der Leitung des Präsidenten Camilo Sánchez, warnte jedoch vor Risiken durch das Fehlen eines klaren Übergangs und wesentliche Änderungen gegenüber der Fassung zur Bürgerbeteiligung, die an die SIC gesendet wurde. Der Verband behauptet, dass der Rahmen am 1. Juli 2026 in Kraft tritt – im Widerspruch zu den offiziellen Daten – ohne genügend Zeit für Tarifstudien, Investitionspläne und Anpassungen, insbesondere für kleine ländliche Anbieter. Dies könnte angesichts steigender Energie- und Inputkosten zu Tariferhöhungen, betrieblichen Problemen und Dienstunterbrechungen führen. Andesco fordert eine Überprüfung der Einführung, um Auswirkungen zu verhindern.