Die Abgeordnetenkammer hat am Mittwoch (13.) den Rechtsrahmen für den öffentlichen Personennahverkehr verabschiedet, der die Betriebskosten vom Fahrpreis trennt und die Finanzierungsquellen erweitert. Der Text geht nach der Zustimmung des Senats im Dezember 2024 zur Sanktionierung durch den Präsidenten.
Der Gesetzentwurf definiert den öffentlichen Nahverkehr als soziales Grundrecht und wesentlichen Dienst, dessen Verwaltung zwischen der Bundesregierung, den Bundesstaaten und den Gemeinden geteilt wird. Er ermöglicht es den Behörden, Fahrpreise unterhalb der tatsächlichen Kosten festzulegen und die Differenz durch Ressourcen wie Werbung, Namensrechte, kommerzielle Nutzung von Stationen sowie 60 % der in städtischen Gebieten erhobenen CIDE-Einnahmen zu decken. Vergünstigungen und Rabatte, etwa für Senioren und Studenten, können nicht mehr durch zahlende Fahrgäste querfinanziert werden, sondern müssen aus spezifischen öffentlichen Haushalten finanziert werden. Der Text garantiert zudem den Vorrang für den öffentlichen Nahverkehr gegenüber Pkw und Motorrädern und fordert Datentransparenz durch das Nationale Informationssystem für städtische Mobilität. Der Rahmen, der nach Druck von Bürgermeistern verabschiedet wurde, streicht umstrittene Artikel, die Gebühren wie etwa eine City-Maut erlaubt hätten. Berichterstatter José Priante erklärte, dass der Text die Rolle der öffentlichen Hand als Planer und Regulierungsbehörde des Systems stärke.