Die Abgeordnetenkammer Brasiliens hat den Anti-Faction-Entwurf (PL 5582/25) in der Nacht des 24. Februar genehmigt, der Strafen gegen kriminelle Organisationen und Milizen verschärft. Vom Exekutivzweig verfasst, geht der Entwurf nun nach Senatsänderungen zum Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva zur Sanktionierung. Die symbolische Abstimmung strich die vorgeschlagene Besteuerung von Online-Wetten.
Die Abgeordnetenkammer Brasiliens hat den Gesetzentwurf 5582/25, bekannt als Anti-Faction-Gesetzentwurf, in einer symbolischen Abstimmung in der Nacht des 24. Februar verabschiedet. Vom Regierung 2025 eingebracht und von Abgeordnetem Guilherme Derrite (PP-SP) berichtet, stellt der Text weitgehend die ursprüngliche Version wieder her, die das Haus im November des Vorjahres genehmigt hatte, nach Änderungen des Senats. Bei Sanktionierung wird er als Raul-Jungmann-Gesetz benannt, zu Ehren des verstorbenen Justizministers, der im Januar starb. Der Entwurf erhöht die Strafen für Beteiligung an kriminellen Organisationen oder Milizen und sieht 20 bis 40 Jahre Haft für strukturelle soziale Dominanzdelikte vor, wie territoriale Kontrolle durch Gewalt oder Drohungen. Die Unterstützung solcher Dominanz wird mit 12 bis 20 Jahren bestraft. Für Tötungsdelikte und Körperverletzungen durch Factionsmitglieder drohen 20 bis 40 Jahre, wodurch die Senatsreduktion auf 15 bis 30 Jahre aufgehoben wird. Entführung und unrechtmäßige Freiheitsberaubung erhalten 12 bis 20 Jahre, Diebstähle durch Factionsmitglieder 4 bis 10 Jahre. Der Berichterstatter hat die Aufteilung der Erlöse aus beschlagnahmten Vermögenswerten wiederhergestellt: Bei gemeinsamen Ermittlungen der Bundespolizei und der staatlichen Zivilpolizei gehen 50 % an den Nationalen Sicherheitsfonds und 50 % an den Staatsfonds. Diese Regelung wird von der Regierung und der Bundespolizei kritisiert, da sie die Behörde unterkapitalisieren würde, ohne vorherige Konsultation. Derrite nannte die Senatsänderung einen 'schweren Rückschlag'. Weitere Maßnahmen umfassen Verbote von Amnestie, Begnadigung, Gnade, Kaution oder bedingter Entlassung für Verurteilte; obligatorische Hochsicherheitsgefängnisse für Führer; und Strafminderungen um ein Drittel bis die Hälfte für vorbereitende Handlungen. Angehörige von verurteilten Versicherten verlieren Unterstützung in geschlossenen oder halb-offenen Regimen. Der Entwurf fordert auch gerichtliche Überprüfung innerhalb von 24 Stunden bei dringenden Fällen und internationale Kooperation unter Leitung der Bundespolizei. Eine PP-Änderung strich die Cide-Bets, eine 15-prozentige Abgabe auf Online-Wetten zur Finanzierung der Kriminalitätsbekämpfung und Gefängnismodernisierung, die Derrite als 'positiv' bezeichnete, aber parteiübergreifenden Konsens fehlte. Fiskalregularisierungsregeln für Wettunternehmen wurden ebenfalls gestrichen.