Ypê hat gegen eine Entscheidung der Anvisa Berufung eingelegt, durch die die Herstellung untersagt und ein Rückruf von Produkten angeordnet worden war. Die Maßnahme wurde bis zur Entscheidung durch das Gremium der Behörde automatisch ausgesetzt.
Am Donnerstag, den 7. Mai 2026, setzte die Anvisa die Herstellung bestimmter Chargen von Ypê-Spülmitteln, Flüssigseifen und Desinfektionsmitteln aus und ordnete deren Rückruf an. Die Entscheidung folgte auf eine Inspektion im Werk in Amparo, São Paulo, bei der Mängel in der Qualitätssicherung und den Produktionsprozessen festgestellt wurden, was auf ein Risiko mikrobiologischer Kontamination hindeutete.
Am Freitag, den 8. Mai, gab Ypê bekannt, gegen die Resolution-RE Nr. 1.834/2026 Berufung eingelegt zu haben. Gemäß Artikel 17 der RDC Nr. 266/2019 hatte die Berufung eine automatische Aussetzung der Auswirkungen der Maßnahme zur Folge, bis eine neue Entscheidung durch das Kollegium der Anvisa getroffen wird, die in den kommenden Tagen erwartet wird.
Die Anvisa bestätigte die vorübergehende Aussetzung, hielt jedoch an ihrer gesundheitlichen Risikobewertung fest und empfahl Verbrauchern, die betroffenen Produkte nicht zu verwenden. Die Behörde teilte mit, dass das Unternehmen Rückrufe, Umtausch oder Rückerstattungen über seinen Kundenservice abwickeln müsse.
Supermärkte in São Paulo nahmen die Artikel am Freitag aus den Regalen. Ypê erklärte, dass die Sicherheit der Verbraucher höchste Priorität habe und man weiterhin im Dialog mit der Behörde stehe, um eine endgültige Lösung zu finden.