Ein Gericht in São Paulo hat Suzano wegen Umweltschäden durch Eukalyptus-Anbau in São Luiz do Paraitinga verurteilt. Das Unternehmen muss degradierte Gebiete renaturieren und eine Entschädigung von rund 16 Millionen Reais zahlen.
Das von Richterin Ana Leticia Oliveira dos Santos vom Vara Única der Gerichtsbezirks erlassene Urteil erfordert die Wiederherstellung der betroffenen Flächen, die Aussetzung neuer Pflanzungen sowie die Zahlung einer Entschädigung in Höhe von 10.000 Mindestlöhnen. Die Klage, die seit 2007 von der Staatsanwaltschaft von São Paulo geführt wurde, stellte den Verlust von über 126 Hektar Atlantischem Regenwald, Bodenerosion sowie die Verschlammung von Wasserwegen fest.
Das Unternehmen, das die Nachfolge von Votorantim Celulose e Papel antrat, erklärte, dass es seine Tätigkeiten im Einklang mit den Umweltgesetzen durchführe und eine Strategie zur Null-Abholzung verfolge. Die Entscheidung macht zudem den Bundesstaat São Paulo sowie die Gemeinde aufgrund von Versäumnissen bei der Aufsicht subsidiär haftbar.
Suzano hat 12 Monate Zeit, um Umweltverträglichkeitsprüfungen vorzulegen, und muss innerhalb von 180 Tagen einen Wiederherstellungsplan einreichen. Neue Pflanzungen bleiben bis zur Genehmigung der Unterlagen ausgesetzt; bei Nichteinhaltung droht ein tägliches Zwangsgeld in Höhe von 15.000 Reais.