Zwei Tage nachdem die TCU 2,6 Milliarden R$ an Bundesmitteln blockiert hatte, erließ die Regierung von São Paulo ein Dekret, mit dem ein zusätzlicher Kredit in ähnlicher Höhe für das Tunnelprojekt Santos-Guarujá freigegeben wurde. Gouverneur Tarcísio de Freitas unterzeichnete das Dokument und ergänzte damit das Budget des Sekretariats für Investitionspartnerschaften. Damit wird die Kontinuität des Projekts, das noch in diesem Jahr beginnen soll, sichergestellt.
Die Regierung des Bundesstaates São Paulo hat schnell auf die Sperre des Rechnungshofs der Union (TCU) vom 18. März 2026 reagiert. Am Freitag, den 20. März, veröffentlichte sie ein Dekret im Amtsblatt, mit dem ein zusätzlicher Kredit in Höhe von 2,639 Mrd. R$ zur Unterstützung der öffentlich-privaten Partnerschaft (PPP) für den Absenktunnel zwischen Santos und Guarujá freigegeben wurde. Dieser Betrag entspricht dem, was die Hafenbehörde von Santos (APS), eine föderale Einrichtung, vor der Blockade des TCU unter Berichterstatter Minister Bruno Dantas beisteuern sollte. Der TCU begründete dies mit fehlenden Rechtsinstrumenten für föderale Transfers, Schwächen in der Koordinierung zwischen der Union und dem Bundesstaat São Paulo sowie dem Ausschluss der APS als zustimmende Partei im Vertrag mit dem von Mota-Engil geführten Konsortium, das die Auktion im September 2025 gewonnen hatte. Die Regierung von São Paulo entgegnete, dass der Vertragsentwurf seit der Bekanntmachung der Ausschreibung öffentlich war. Bei einer Gesamtinvestition von rund 5,2 Mrd. R$ hat der Staat bereits die Hälfte der Kosten übernommen; das Dekret sieht nun formell vor, dass bei Bedarf 100 % der Kosten übernommen werden. Der Zeitplan für den Bau bleibt unverändert: Die Arbeiten sollen im Jahr 2026 beginnen. Das Projekt ist Teil des Bundesprogramms "New PAC" und des Programms "Partnerschaften für Investitionen" von Gouverneur Tarcísio de Freitas (Republikaner), das von Spannungen zwischen den Verantwortlichen auf Bundes- und Landesebene im Vorfeld der Wahlen geprägt ist.