Die Einschienenbahn der Linie 17-Ouro in São Paulo wurde am 31. März 2026 eingeweiht und verbindet die Station Morumbi mit dem Flughafen Congonhas in der Südzone, 12 Jahre nach dem ursprünglich für die Weltmeisterschaft 2014 gegebenen Versprechen. Tests von Folha ergaben, dass Busse und Fahrdienste schneller vom Praça da Sé zum Flughafen gelangen als die U-Bahn. Gouverneur Tarcísio de Freitas kündigte eine Erweiterung nach Paraisópolis an.
Die 8 km lange Linie 17-Ouro in São Paulo mit acht Stationen wurde am Dienstag (31. März) von Gouverneur Tarcísio de Freitas (Republicanos) und Bürgermeister Ricardo Nunes (MDB) übergeben. Sie bietet Anschluss an die U-Bahn-Linie 5-Lilás und die CPTM-Linie 9-Esmeralda. Zunächst verkehrt sie montags bis freitags von 10 bis 15 Uhr kostenlos mit zwei Zügen im Sieben-Minuten-Takt; die Station Washington Luís wird aufgrund von Verzögerungen erst in 90 Tagen in Betrieb genommen.
Simultane Tests von Folha vom Praça da Sé zum Flughafen Congonhas zeigten: Ein Fahrdienst benötigte 53 Minuten Fahrtzeit (plus 12 Minuten Wartezeit) bei Kosten von 79,76 R$; die Buslinie 5185-10 kam um 17:08 Uhr an; die U-Bahn benötigte mit Umsteigen und mangelhafter Beschilderung am Bahnhof Campo Belo insgesamt 1 Stunde und 17 Minuten. „Was ein Symbol für Verzögerung und Ineffizienz war, ist nun fertiggestellt. Wir beenden einen Kreislauf der Verspätungen“, sagte Tarcísio.
Die Eröffnung lockte zahlreiche Menschen zur Station Morumbi. Fahrgäste wie Natan Uemura und Pedro Santos lobten die Zeitersparnis. Die U-Bahn rechnet in der Anfangsphase mit 93.000 Nutzern täglich.
Tarcísio kündigte eine 4,6 km lange Erweiterung nach Paraisópolis mit vier neuen Stationen (Panamby, Paraisópolis, Américo Maurano und Vila Paulista) an, wobei die Studien für 2026, die Ausschreibung für 2027 und die Arbeiten für 2028 geplant sind. Der Abgeordnete Rui Falcão (PT-SP) reichte beim Wahl-Staatsanwaltschaft eine Beschwerde gegen den Gouverneur wegen mutmaßlich vorzeitiger Wahlpropaganda bei der Veranstaltung ein.